Die Schnäppchenjagd beginnt, doch hinter glitzernden Rabatten lauern Fallen. Während Händler mit Countdowns locken, mahnt die Arbeiterkammer zur Besonnenheit beim Shopping-Event.
Der Black Friday rückt näher – doch hinter der Fassade vermeintlicher Rabattaktionen verbergen sich oft fragwürdige Angebote. Die Arbeiterkammer warnt vor Lockmitteln wie Countdowns und limitierten Sonderangeboten, die Konsumenten zu übereilten Entscheidungen drängen sollen. Experten raten zur Besonnenheit: Preise vergleichen, Kleingedrucktes studieren und die eigene Kaufmotivation hinterfragen sind essenzielle Vorsichtsmaßnahmen.
Der diesjährige Black Friday am 28. November wird von zahlreichen Rabattaktionen begleitet, die bereits im Vorfeld beginnen und noch Tage danach andauern. AK-Konsumentenschützer Jakob Kalina mahnt zur Vorsicht: “Wo Angebot draufsteht, ist nicht zwangsläufig ein Angebot drin.”
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Smarte Einkaufsstrategie
Bewahren Sie Ruhe bei der Kaufentscheidung. Nicht jeder angezeigte Countdown oder jedes als limitiert deklarierte Angebot stellt tatsächlich ein echtes Schnäppchen dar. Beachten Sie: Händler sind gesetzlich verpflichtet, den niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage als Referenz anzugeben und dürfen Preisreduktionen nur in Relation dazu kommunizieren. Dies ermöglicht Ihnen eine realistische Einschätzung des tatsächlichen Preisnachlasses.
Beobachten Sie Preisschwankungen systematisch. Nutzen Sie Vergleichsportale wie geizhals.at oder idealo.at zur Kontrolle der Preisentwicklung. Die Einrichtung eines Preisalarms informiert Sie automatisch, sobald ein Produkt Ihre Wunschpreisgrenze erreicht – unabhängig von speziellen Verkaufsaktionen wie dem Black Friday.
Achten Sie auf versteckte Einschränkungen. Werbebotschaften wie “Bis zu 60 Prozent Rabatt” klingen verlockend, betreffen jedoch häufig nur ausgewählte Artikel mit geringer Nachfrage. Eine genaue Prüfung der Geschäftsbedingungen ist unerlässlich.
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Verbraucherrechte kennen
Berücksichtigen Sie Zusatzkosten. Scheinbar günstige Angebote können durch hohe Versandgebühren, Zollabgaben oder Rücksendekosten schnell unattraktiv werden – besonders bei Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern. Studieren Sie daher alle Vertragsbedingungen sorgfältig.
Informieren Sie sich über Ihre Rücktrittsrechte. Im Onlinehandel gilt grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht nach Warenerhalt. Prüfen Sie vorab die Rücksendeadresse – fehlen klare Angaben oder muss die Ware in Drittländer zurückgeschickt werden, drohen erhebliche Kosten. Beachten Sie: Im stationären Handel besteht kein gesetzliches Rücktrittsrecht, sofern dies nicht freiwillig vom Händler eingeräumt wird.
Identifizieren Sie betrügerische Webshops. Ungewöhnlich niedrige Preise sollten Ihre Skepsis wecken. Dubiose Online-Händler zielen darauf ab, an Ihr Geld und Ihre persönlichen Daten zu gelangen. Recherchieren Sie Kundenbewertungen und vermeiden Sie Vorauszahlungen. Überprüfen Sie verdächtige Shops unter www.fakeshop.at/shopcheck/.
Erwägen Sie Reparaturen statt Neuanschaffungen. Bevor Sie Bekleidung oder elektronische Geräte ersetzen, prüfen Sie Gewährleistungsansprüche und Reparaturoptionen. Trotz häufiger Ablehnungen mit Verweis auf “Verschleißteile” haben Sie bei Mängeln ein gesetzlich verankertes Recht auf Gewährleistung für bis zu zwei Jahre. Alternativ bieten sich Tauschplattformen oder Leihservices an.
Kontrollieren Sie Ihren virtuellen Einkaufswagen vor dem Abschluss. Beim Online-Shopping lohnt ein kritischer Blick auf den Warenkorb, da mitunter unbemerkt Zusatzprodukte hinzugefügt oder kostspielige Garantieverlängerungen angeboten werden, die selten einen echten Mehrwert bieten.
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