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Reisewarnstufe 6 für Balkan-Länder: Soll ich überhaupt runterfahren?

(FOTO: iStockphoto, Screenshot-BMEIA)

Auf der heutigen Pressekonferenz der Bundesregierung wurde verkündet, dass ab sofort die höchste Reisewarnstufe für Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien herrscht.

Auch wenn sich die EU-Kommission für eine Balkan-Reisefreiheit aussprach (KOSMO berichtete), so betonte der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP), dass es sich hierbei nur um „eine Empfehlung“ gehandelt habe. Laut der Bundesregierung hat sich Österreich nicht als einziges EU-Land für einen Einreisestopp für Bürger der Westbalkan-Staaten entschieden.

Grund für diese Entscheidung sei die schlechte epidemiologische Situation in den sechs Staaten, sowie vermehrte Clusterbildungen in Österreich, die in direkter Verbindung zu Reisen auf den Westbalkan stehen, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) heute.

Was bedeutet Reisewarnstufe 6?
Wie auf den Seiten des Außenministeriums zu lesen ist, werden „in der Regel Reisewarnungen nur in besonderen Krisensituationen aus (z.B. kriegs- oder bürgerkriegsähnliche Situation in einem Land sowie Epidemien“ ausgesprochen.

Bis dato galt für die Westbalkan-Länder die Warnstufe 4. In Kürze wird diese Warnstufe auf der Seite des Außenministeriums mit „von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Land wird abgeraten” erklärt. Seit heute gilt jedoch die Reisewarnstufe 6 für Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Das Außenministerium warnt expliziert vor allen Reisen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus.

Werdet ihr trotz Reisewarnung euren Urlaub am Balkan verbringen?

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Abgesehen davon, dass vor „Reisen in die betroffenen Länder“ gewarnt wird, werden alle österreichischen Staatsbürger, die sich derzeit in Ländern des Westbalkans aufhalten, „dringend ersucht, sich unverzüglich mit der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde bzw. der nächstgelegenen Vertretung eines EU-Mitgliedstaates in Verbindung zu setzen.“ Appelliert wird auch an Österreicher, die in diesen Ländern leben. Ihnen wird vonseiten des Außenministeriums dringend empfohlen, das Land zu verlassen.

Was definitiv gegen eine Reise spricht
Generell gibt es kein Ausreiseverbot aus Österreich. Allerdings ist bei einer Rückkreise aus den Ländern des Westbalkans ein negativer Corona-Test (nicht älter als 4 Tage) oder eine 14-tägige Quarantäne verpflichtend. Da die epidemiologische Situation in den Balkanländern vonseiten der österreichischen Regierung als sehr unsicher eingestuft wurde, ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass „mit anhaltenden Einschränkungen im Flug- und Reiseverkehr sowie weitgehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben bis auf weiteres zu rechnen“ ist.

Insofern es also zu einem weiteren Lockdown oder anderen restriktiven Maßnahmen in den sechs Westbalkan-Staaten kommt, so könnte es passieren, dass man dort festsitzt. Dies könnte einen nicht nur den Job kosten, da man fahrlässig in Kauf genommen, dass man nach der Reise nicht mehr arbeiten kann (KOSMO berichtete), sondern auch hohe zusätzliche Kosten (wie z.B.  durch erschwerte Rückreisebedingungen, Probleme mit der Versicherung usw.) verursachen.

Trotz eindringlicher Warnungen vonseiten des Außenministeriums, Reisen in Westbalkan-Länder zu unternehmen, um die Sicherheit der Österreicher zu gewährleisten, so liege die Entscheidung über einen Antritt bzw. Abbruch einer Reise bei den Reisenden selbst. Dies unterstrich auch Außenminister Schallenberg vor einigen Wochen im Rahmen einer Pressekonferenz:

„Wir sind nicht mehr in einer Phase der Kontrolle, sondern in einer Phase der Eigenverantwortung. Das Außenministerium ist natürlich mit den gesamten konsularischen Hilfsleistungen für die Österreicher da, aber es stimmt auch, dass unsere Lust, eine zweite große Rückholaktion zu starten, überschaubar ist“, so Schallenberg.

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