Schnee, Sturm und gesperrte Straßen: Kroatien kämpft mit einem heftigen Wetterumschwung – und der Zivilschutz reagiert ungewöhnlich früh.
Ein kräftiger Wetterumschwung hat Kroatien erfasst und bringt vor allem dem Landesinneren ungemütliche Bedingungen. Überwiegend bewölkter Himmel, Regen und Gewitterschauer prägen das Bild – an der Adria sind lokal ergiebige Niederschläge zu erwarten. Während der Regen im Flachland stellenweise in Schneeregen übergeht, fällt im Bergland Schnee.
In den kroatischen Gebirgsregionen ist mit einer geschlossenen Schneedecke, Schneestürmen und Verwehungen zu rechnen. Dazu weht mäßiger bis starker Nord- und Nordostwind, in Böen auch stürmisch – im Osten des Landes kommt Ostwind hinzu. Auf dem Sljeme, dem Gipfel der Medvednica oberhalb von Zagreb, wurden am Mittwochmorgen rund 10 Zentimeter Neuschnee gemessen, während die hochgelegene Station auf Zavižan mehr als einen halben Meter Schnee am Boden meldet.
Winterliche Straßenverhältnisse
Besonders betroffen sind die Region Gorski kotar sowie Teile Nordwestkroatiens, wo Schneefall die Straßenverhältnisse erschwert. Auf einzelnen Abschnitten in Gorski kotar und der Lika-Region herrschen winterliche Bedingungen. An der Küste sorgt starker Wind für Fahrverbote für bestimmte Fahrzeugkategorien – der Verkehr für Lastzüge mit Anhänger sowie Sattelschlepper wurde vollständig eingestellt. Laut HAK dürfen diese Fahrzeuge insbesondere auf der Autobahn A6 und der Staatsstraße DC3 nicht vom Landesinneren in Richtung Küste oder Istrien fahren.
Auf der Autobahn durch Gorski kotar liegt Schnee, der Winterdienst ist bereits im Einsatz. Der kroatische Automobilclub HAK hat eigens Warnhinweise für Autofahrerinnen und Autofahrer ausgegeben: ausreichend Sicherheitsabstand halten, keine Fahrt ohne Winterausrüstung antreten. Auf mehreren Streckenabschnitten laufen Räumung und Streuung, weshalb wegen der Einsatzfahrzeuge mit Verzögerungen zu rechnen ist.
Zivilschutz warnt
Wie das Portal Indeks berichtet, hat der kroatische Zivilschutz die Bevölkerung bereits früh morgens um sechs Uhr per Nachricht über den starken Schneefall informiert und zu erhöhter Vorsicht aufgerufen – inklusive eines Links zur aktuellen Lageübersicht.