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Steuerskandal

Steuer-Drama: Wiener soll 63-Millionen-Betrug verursacht haben

Steuer-Drama: Wiener soll 63-Millionen-Betrug verursacht haben
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Business Class, Kaviar und Formel-1 – der Schein trügt. In Asti endete eine Flucht, die Europa in Atem hielt.

Ein europaweit per Haftbefehl gesuchter Österreicher ist in Italien in die Hände der Behörden gefallen – wenige Stunden bevor er das Land in Richtung Dubai verlassen wollte. Dem 52-Jährigen werden Steuerdelikte mit einem Gesamtschaden von 63 Millionen Euro zur Last gelegt. Die bayerische Justiz bezeichnet ihn als den größten Steuerhinterzieher Europas.

Die deutschen Behörden haben bereits einen formellen Auslieferungsantrag gestellt. Laut italienischen Medienberichten wird G. von Rechtsanwalt Mauro Anetrini vertreten. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Grenzüberschreitende Ermittlung

Möglich wurde der Zugriff in Asti durch eine intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Ermittler aus Wien und München hatten Hinweise erarbeitet, die über Interpol an die italienische Polizei weitergeleitet wurden. Den entscheidenden Durchbruch brachte schließlich das Abhören von Telefongesprächen. Dabei kam ans Licht, dass der Verdächtige unter einem falschen Namen ein neues Gewerbe angemeldet hatte.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Wiener Mineralölunternehmen, das unter einer deutschen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer geführt wurde. Die Staatsanwaltschaft München geht davon aus, dass dahinter ein organisiertes System steckt, bei dem Mineralölprodukte veräußert wurden, ohne die anfallenden Steuern zu entrichten. Im Jahr 2024 soll G. die formelle Unternehmensführung an einen weiteren Wiener übergeben haben, gegen den ebenfalls ein Ermittlungsverfahren läuft, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.

Festnahme im Mercedes

Die Festnahme selbst verlief wie aus einem Krimi: G. saß am Steuer eines Mercedes GLE, seine russische Lebensgefährtin an seiner Seite, als die Polizei das Fahrzeug stoppte und ihn festnahm – kurz bevor das Paar die Grenze passieren wollte.

Nach außen hin pflegte der 52-Jährige das Bild eines Mannes mit ausgeprägtem Sinn für das Exklusive: Auf Instagram dokumentierte er Business-Class-Reisen, Besuche bei Formel-1-Rennen und Abende in gehobenen Restaurants – begleitet von Champagner, Beluga-Kaviar und erlesenen Speisen.

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KO KOSMO-Redaktion
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