Eine Taxifahrt in Wien-Favoriten endet mit Schlagring, fünf Verletzten und zwei Festnahmen – der Einsatz eskalierte rasant.
In Wien-Favoriten ist eine Taxifahrt am Dienstag in handfeste Gewalt umgeschlagen – mit fünf Verletzten und zwei Festnahmen als Bilanz. Der Streit zwischen dem 39-jährigen Fahrer und seinem 29-jährigen Fahrgast begann gegen 13.30 Uhr in der Leebgasse. Als die Polizei eintraf, nahm der Fahrgast sofort eine Kampfhaltung ein, beschimpfte die Beamten und ignorierte sämtliche Aufforderungen zur Deeskalation.
Die daraufhin eingeleitete Festnahme versuchte der 29-Jährige mit massivem körperlichem Widerstand zu verhindern. Während die Polizisten versuchten, die Situation unter Kontrolle zu bringen, weitete sich der Vorfall aus: Auch der 17-jährige Bruder des Fahrgasts mischte sich in das Geschehen ein. Er schrie die Beamten an und wurde handgreiflich, indem er versuchte, einen Polizisten an der Schutzweste zu greifen, um die Festnahme seines Bruders zu verhindern.
Schlagring-Attacke
Den Jüngeren brachten die Einsatzkräfte zunächst aus dem Geschehen heraus, während der 29-Jährige trotz Schlägen und Tritten mit Unterstützung weiterer Beamter festgenommen werden konnte. Doch der 17-Jährige beruhigte sich nicht: Er näherte sich dem Taxifahrer erneut und schlug ihm mit einem Schlagring gegen die Schläfe.
Daraufhin wurde auch er festgenommen – und leistete dabei erheblichen Widerstand, wie die Landespolizeidirektion Wien am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wurden vier Polizisten sowie der Taxilenker verletzt. Gegen den 17-Jährigen wurde zusätzlich ein Waffenverbot ausgesprochen.