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Prozess

Todesliste und Pistolen: 14-jähriger Schüler wegen Amokdrohung verurteilt

Todesliste und Pistolen: 14-jähriger Schüler wegen Amokdrohung verurteilt
FOTO: iStock/7713Photography
2 Min. Lesezeit |

Eine Todesliste, Schreckschusspistolen und ein Chatprotokoll – ein 14-Jähriger aus Niederösterreich steht nun vor Gericht.

Ein Jugendlicher aus dem Bezirk Wiener Neustadt ist am Montag am Landesgericht Wiener Neustadt wegen einer Amokdrohung gegen eine Schule in Pernitz zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der damals 14-Jährige soll im April im Chat eines Onlinespiels einen Amoklauf an seiner Schule angekündigt haben. Bei einer Durchsuchung wurden mehrere Schreckschusspistolen bei ihm sichergestellt. Darüber hinaus fanden die Behörden eine sogenannte Todesliste mit Namen von Mitschülerinnen und Mitschülern, wie das Landesgericht Wiener Neustadt bestätigte.

Vorzeitige Entlassung

Nach seiner Festnahme verbrachte der Jugendliche rund einen Monat in Untersuchungshaft, bevor er unter Auflagen vorzeitig entlassen wurde. Zu den Bedingungen zählte unter anderem die Zuweisung eines vorläufigen Bewährungshelfers. Als einer der Gründe für die vorzeitige Entlassung wurde sein junges Alter angeführt.

Am Montag erging nun das Urteil: sechs Monate bedingte Haft bei einer Probezeit von drei Jahren. Wie eine Sprecherin des Landesgerichts gegenüber noe.ORF.at mitteilte, ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig. Das Gericht ordnete zusätzlich Bewährungshilfe an und verpflichtete den Jugendlichen, seine laufende Psychotherapie fortzuführen.

Keine verzögerte Reife

Das Gericht stellte fest, dass beim Beschuldigten keine verzögerte Reife vorlag. Nach dem Jugendgerichtsgesetz gilt ein Jugendlicher als strafrechtlich nicht schuldfähig, wenn er aufgrund einer verzögerten Entwicklung noch nicht in der Lage wäre zu erkennen, dass sein Handeln Unrecht darstellt, oder sein Verhalten entsprechend zu steuern.

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KO KOSMO-Redaktion
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