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Viehbestand

Tötung von 200.000 Kühen für Klima geplant

Tötung von 200.000 Kühen für Klima geplant
(FOTO: iStock/Clara Bastian)
2 Min. Lesezeit |

Irland erwägt die Tötung von bis zu 200.000 Milchkühen, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und finanziell attraktive Optionen für Landwirte im Kampf gegen den Klimawandel zu schaffen.

Irland zeigt großen Ehrgeiz im Kampf gegen den Klimawandel und plant, seinen Viehbestand zu reduzieren, um seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die irische Regierung zieht die Tötung von bis zu 200.000 Milchkühen in Betracht, um die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft zu senken. Eine Sprecherin des Agrarministeriums betont, dass die Regierung fest entschlossen sei, den Landwirten „freiwillige, finanziell attraktive Optionen zu bieten, zu denen auch die Diversifizierung gehört„.

65.000 Milchkühe pro Jahr

Die Agrar- und Ernährungsbranche in Irland sei bereits sehr nachhaltig aufgestellt, so die Sprecherin des Agrarministeriums. Sie bezeichnet sie sogar als „das Juwel in der Krone des gesamten Agrar- und Ernährungssektors“. Trotzdem müsse dieser Ehrgeiz weiter ausgebaut werden. Laut einem internen Papier des Ministeriums, das der „Irish Independent“ vorliegt, sollen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 etwa 65.000 Milchkühe pro Jahr vom Markt genommen werden. „Ungefähr 65.000 Milchkühe pro Jahr müssten 2023, 2024 und 2025 aus dem Markt genommen werden„, so das Papier.

3000 Euro pro Kuh

Die Landwirte können eine Entschädigung von 3000 Euro pro Kuh erhalten, was insgesamt 200 Millionen Euro pro Jahr bis 2025 ausmacht. Allerdings hat die Umweltbehörde EPA kürzlich vor einer deutlichen Verfehlung der Klimaziele gewarnt. Eine Ministeriumssprecherin betont daraufhin, dass das interne Papier lediglich „Teil eines Beratungsprozesses“ sei und „es handelt sich nicht um eine endgültige politische Entscheidung.“

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Der Verband der irischen Milchlieferanten fühlt sich übergangen und fordert, ein solches Programm müsse auf Freiwilligkeit beruhen. In Irland gibt es etwa 18.000 Milchbauern mit mehr als 7 Millionen Rindern, wovon 1,55 Millionen Milchkühe sind. Die Regierung plant also, den Viehbestand zu reduzieren, um den Klimaschutz voranzutreiben und finanzielle Anreize für Landwirte zu schaffen. Dabei könnten laut dem internen Papier Keulungen stattfinden, wobei die Ministeriumssprecherin betont, dass das Dokument nur zu verschiedenen Optionen gehöre.

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KO KOSMO-Redaktion
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