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Tabak-Hammer

Vollkommener Wahnsinn“: Zigaretten & Co. vor Rekord-Preisexplosion

Vollkommener Wahnsinn“: Zigaretten & Co. vor Rekord-Preisexplosion
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Österreichs Raucher müssen tiefer in die Tasche greifen: Das Finanzministerium plant eine neue Steuer auf Nikotinbeutel und E-Liquids – die Branche spricht von „Wahnsinn“.

Das Finanzministerium hat die Einführung einer neuen Steuer auf Tabak-Alternativprodukte wie Nikotinbeutel und E-Liquids angekündigt. Diese Maßnahme wird als Teil der Budgetsanierung präsentiert und gleichzeitig gesundheitspolitisch begründet, da höhere Preise den Konsum reduzieren könnten. Der Budgetentwurf sieht vor, dass diese „risikobasierte Verbrauchssteuer“ im kommenden Jahr 85 Millionen Euro einbringen soll. Zusätzlich plant das Ministerium, durch eine Erhöhung der Tabaksteuer weitere 100 Millionen Euro zu generieren.

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Branchenreaktion

Die Ankündigung stößt in der Tabakindustrie auf massive Ablehnung. Ralf-Wolfgang Lothert, Sprecher von JTI Austria, bezeichnet die geplanten Maßnahmen als „vollkommenen Wahnsinn“ und verweist auf die erhebliche finanzielle Belastung. Die Branche sieht sich mit Mehrkosten von nahezu 200 Millionen Euro konfrontiert. Lothert gibt zu bedenken, dass frühere Tabaksteuererhöhungen lediglich zwischen 35 und 40 Millionen Euro eingebracht haben.

Welche konkreten Preiserhöhungen auf die Konsumenten zukommen werden, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Trafikanten-Bedenken

Auch Wolfgang Streissnig, der Bundesgremialobmann der Trafikanten, äußert Bedenken hinsichtlich der geplanten Steuererhöhungen. Er befürchtet, dass Raucher vermehrt im Ausland einkaufen könnten, was die prognostizierten Steuereinnahmen gefährden würde.

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Bereits jetzt reagiert die Industrie auf die angekündigten Maßnahmen: British American Tobacco hat für mehrere seiner Marken Preiserhöhungen angekündigt, um die zusätzlichen Kosten aufzufangen.

Details zur geplanten „Nikotinsteuer“

Die als „Nikotinsteuer“ bezeichnete Abgabe auf E-Zigaretten und Nikotinbeutel soll laut aktuellen Verhandlungen bereits ab 2026 in Kraft treten. Im Zuge dessen ist geplant, das bestehende Tabakmonopol zu einem umfassenderen „Nikotinmonopol“ zu erweitern. Diese Reform würde einen erheblichen Einschnitt bedeuten: Während klassische Zigaretten derzeit mit 60% besteuert werden, unterliegen E-Zigaretten und Nikotinbeutel bisher nur der regulären 20-prozentigen Umsatzsteuer.

Gegen die Pläne der Regierung regt sich bereits Widerstand. Im Dezember 2024 wurde eine Petition gestartet, die das österreichische Parlament auffordert, auf ein entsprechendes Gesetz zu verzichten. Die Initiatoren warnen, dass die Monopolisierung und Besteuerung von Dampfgeräten Hunderte spezialisierte Fachgeschäfte in die Insolvenz treiben und zahlreiche Arbeitsplätze gefährden könnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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