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Sicherheitslage

Waffenverbotszone in Wien-Favoriten wird für weitere drei Monate verlängert

Waffenverbotszone in Wien-Favoriten wird für weitere drei Monate verlängert
FOTO: KOSMO Redaktion
2 Min. Lesezeit |

Während die Polizei eine Entspannung meldet und über die Zukunft der Waffenverbotszone entscheidet, bleiben Experten skeptisch gegenüber deren präventiver Wirksamkeit.

Die Landespolizeidirektion hat angekündigt, dass eine mögliche neue Verordnung „zeitgerecht veröffentlicht“ werde. Wie aus der behördlichen Mitteilung hervorgeht, soll die endgültige Entscheidung auf Grundlage einer kontinuierlichen Lagebeurteilung erfolgen. Die Polizeibehörde hatte in jüngster Zeit gegenüber der APA (Austria Presse Agentur) von einer deutlichen Entspannung der Situation aus sicherheitsbehördlicher Perspektive berichtet.

Aktuelle Verstöße

Den aktuellen Erhebungen der Landespolizeidirektion zufolge wurden im Zeitraum vom 1. Jänner bis zum 31. Mai insgesamt 43 Verstöße durch ebenso viele Personen registriert. Im Zuge dieser Amtshandlungen konnten 56 Waffen sichergestellt werden, wobei es sich in 41 Fällen um Messer handelte. Die Beamten erstatteten in diesem Zusammenhang 32 Anzeigen nach dem Sicherheitspolizeigesetz sowie drei weitere nach dem Waffengesetz.

Während die Exekutive (Polizei) von positiven Entwicklungen spricht, stehen Fachleute der grundsätzlichen vorbeugenden Wirkung von Waffenverbotszonen allerdings skeptisch gegenüber.

⇢ Favoriten-Alarm: 120 Messer beschlagnahmt – Polizeichef fordert Verbot

Jahresbilanz und aktuelle Vorfälle

Für den gesamten Zeitraum von März 2024 bis März 2025 zieht die Polizei eine umfassendere Bilanz: 146 Waffen wurden in der Waffenverbotszone Wien-Favoriten sichergestellt, darunter 101 Messer, 22 Pfeffersprays, sieben Schlagringe oder Schlaghandschuhe, zwei Elektroschocker und eine Schreckschusspistole. Die Behörden betonen dabei, dass die Waffenverbotszone nur ein Teil eines breiteren Maßnahmenpakets ist, zu dem auch Videoüberwachung und regelmäßige Schwerpunktaktionen gehören.

Trotz dieser Maßnahmen kam es zuletzt weiterhin zu mehreren Messerattacken im Bereich Reumannplatz. Diese Vorfälle werden von Anrainern und Sicherheitsexperten als Indiz für die begrenzte präventive Wirkung solcher Verbotszonen angeführt. Kritiker weisen darauf hin, dass ein direkter Wirksamkeitsvergleich mit alternativen Sicherheitsstrategien schwierig bleibt, da diese meist parallel zum Einsatz kommen.

⇢ Blutbad am Reumannplatz: Drei Männer niedergestochen

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KO KOSMO-Redaktion
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