Niederösterreich brennt – und die Behörden reagieren mit harten Konsequenzen für alle, die es trotzdem darauf ankommen lassen.
Erst am Sonntag brach in Krumbach ein Waldbrand aus, dessen Ursache bislang ungeklärt ist. Rund 220 Feuerwehrmitglieder waren im Einsatz, ein Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen wurde organisiert. Die Flammen erfassten etwa einen Hektar Waldfläche, ein Feuerwehrmann wurde dabei leicht verletzt.
Weitreichende Verbote
Mittlerweile gelten in zehn niederösterreichischen Bezirken – Scheibbs, Wiener Neustadt-Land, Neunkirchen, Gänserndorf, Mistelbach, Zwettl, Amstetten, Krems, Melk und St. Pölten – sowie in der Stadt Wiener Neustadt entsprechende Verordnungen der zuständigen Bezirkshauptmannschaften beziehungsweise des Magistrats. Diese untersagen das Rauchen sowie das Entzünden von Feuer im Wald und in Waldnähe ausnahmslos.
Wer gegen diese Waldbrandverordnungen verstößt, muss mit Verwaltungsstrafen von bis zu 7.270 Euro oder einer Freiheitsstrafe von bis zu vier Wochen rechnen. Entscheidend ist dabei, dass kein tatsächlicher Waldbrand entstanden sein muss – es reicht aus, wenn jemand in einem Wald oder dessen Gefährdungszone raucht oder Feuer macht.
Pernkopfs Appell
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP) wandte sich mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung: „Waldbrände sind eine Gefahr für unsere Heimat, Mensch und Tier. Zudem kommt es durch die Flammen nicht nur zu enormen wirtschaftlichen Schäden, sondern auch zur Gefährdung der vielfältigen Funktionen, die der Wald für unsere Gesellschaft erbringt. Wir müssen besonders achtsam sein und unseren Wald schützen.“