Start NEWS POLITIK Wien ab 2018 ohne Häupl: Wer tritt die Nachfolge an?
RÜCKTRITT

Wien ab 2018 ohne Häupl: Wer tritt die Nachfolge an?

Michael Häupl - Rücktritt
(FOTO: Radule Božinović/KOSMO)

Der langjährige Bürgermeister der Hauptstadt gab nun das Datum für seinen Rückzug bekannt. Wer ihm folgen wird ist bisher unklar. FPÖ-Chef Strache fordert Neuwahlen.

Mit Anfang kommenden Jahres wird der Chef der Wiener SPÖ, Bürgermeister Michael Häupl, sein Amt zurücklegen. „Wir werden Ende Jänner 2018 einen Landesparteitag abhalten, wo wir einen neuen Parteivorsitzenden wählen“, so Häupl gegenüber der APA.

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Im ersten Halbjahr 2017 wurde insgesamt 4.695 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.

Auch wenn jeder bereits darüber spekuliert, wer das Häupl-Zepter in die Hand nehmen wird, so möchte sich der Noch-Bürgermeister in keinster Weise genauer äußern: „Mitten im Wahlkampf über einen Nachfolger zu diskutieren, kann ich ja wohl schwer jemanden anempfehlen. Jedenfalls wenn er betroffen ist“, erklärte er weiter.

Auch wenn es, laut Häupl, „nicht unbedingt wünschenswert“ wäre, dass mehrere Kandidaten beim Parteitag antreten, so sei es aber auch kein Beinbruch.

Luwdig möchte Häupl folgen
Michael Häupl ist seit 1993 Parteivorsitzender der SPÖ und wurde nach dem Rücktritt von Helmut Zilk (1994) zum Bürgermeister gewählt.

Wer nun schlussendlich die Nachfolge antreten wird, steht noch in den Sternen. Bisher hat sich Wohnbaustadtrat Michael Ludwig offen darüber geäußert, Interesse am Bürgermeisterposten zu haben.

Ebenso brodelt die Gerüchteküche rund um SPÖ-Klubobmann im Parlament, Andreas Schieder, welcher kürzlich Ambitionen gezeigt haben soll.

Sollten auf Häupls Rücktritt Neuwahlen folgen?

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Zuerst Nationalratswahlen – dann „Schau ma“
Bereits jetzt können sich Kandidatin bewerben, woraufhin die Entscheidung im Vorstand fallen wird. Die Nachfolgefrage ist für die SPÖ jedoch von stark sekundärer Bedeutung:

„Momentan konzentrieren wir uns sehr darauf, einen ordentlichen und akzeptablen Beitrag für die Nationalratswahl zu leisten“, betonte der Wiener Bürgermeister.

Danach folge das „Schau ma“, da man die psychologische Auswirkung eines gemeinsamen Schulter-An-Schulter-Kampfs nicht unterschätzen solle.

Strache fordert Neuwahlen
„Die Ankündigung von Bürgermeister Michael Häupl Ende Jänner als Wiener Parteichef zurücktreten zu wollen, ist das lang erwartete Eingeständnis seiner Amtsmüdigkeit, die sich in einer komplett verpatzten Wien-Politik seit Jahren widerspiegelt“, äußert sich der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu Häupls Rücktritt.

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Wenn Michael Häupl sein Amt wirklich zurücklegt, so fordert Strache Neuwahlen in der Hauptstadt.Zudem sieht er in der Häupl-Ära den Grund für Rekord-Schulden, einem massiven Anstieg an Mindestsicherungsbeziehern, die Etablierung des politischen Islam, die gestiegene Bedrohung durch Terror, sowie zahlreiche Skandale rund um Förderungen, welche die Stadt Millionen gekostet haben.

Ebenso hätten seine Stadträtinnen das Gesundheitssystem Wiens komplett ruiniert und eine Dreiklassenmedizin in Wien entstehen lassen.

„Die vergangenen sieben Jahre unter Bürgermeister Häupl ist eine Bilanz des Schreckens“, sagt Strache.