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Gewaltverbrechen

Zehn gegen einen: 14-Jähriger stundenlang misshandelt

Zehn gegen einen: 14-Jähriger stundenlang misshandelt
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Zehn Kinder und Jugendliche, stundenlange Gewalt, ein 14-Jähriges Opfer – Neubrandenburg erlebt einen erschreckenden Fall von Gruppenbrutalität.

In Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) wurde ein 14-jähriger Junge Opfer eines brutalen Angriffs durch eine Gruppe von zehn Kindern und Jugendlichen.

Die Misshandlungen erstreckten sich über mehrere Stunden. Die Tatverdächtigen, deren Alter zwischen neun und 15 Jahren liegt, sollen das Opfer mit Schlägen, Tritten und Gegenständen traktiert haben. Darüber hinaus sollen dem Jungen auch Verbrennungen zugefügt worden sein.

Virale Videoaufnahmen

Auf die Tat aufmerksam wurde die Polizei am Mittwoch durch Videoaufnahmen, die in sozialen Netzwerken verbreitet worden waren. Auf dieser Grundlage konnten die Verdächtigen rasch identifiziert werden. Erstattet wurden Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung sowie der Verletzung des persönlichen Lebensbereichs. Jene Tatverdächtigen, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind nach geltendem Recht nicht strafmündig.

Kinder unter 14 Jahren sind in Deutschland nach § 19 Strafgesetzbuch strafrechtlich schuldunfähig. Bei strafunmündigen Kindern können statt eines Strafverfahrens familiengerichtliche Maßnahmen und Hilfen durch das Jugendamt bis hin zur Inobhutnahme angeordnet werden.

Kein Einzelfall

Es handelt sich nicht um den ersten derartigen Vorfall in Neubrandenburg. Bereits zwei Wochen zuvor war ein junger Mann in der Stadt Opfer von Gewalt durch Jugendliche geworden.

Einen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen schließt die Polizei zwar aus, dennoch sind ihr die beteiligten Gruppen in beiden Fällen bekannt.

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KO KOSMO-Redaktion
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