Der erfolgreiche Fußballspieler Zlatan Ibrahimovic erzählt in seiner Autobiographie mit dem Titel „Adrenalin“ von seiner Kindheit. Ibrahimovic wuchs bekanntlich als Kind jugoslawischer Einwanderer in Schweden auf.
„Meine erste Erinnerung ist an Jugoslawien. Meine Eltern fuhren dorthin mit mir, als ich klein war. Wir reisten mit dem Auto oder mit dem Zug. Damals war noch der Kommunismus an der Macht. Es war eine andere Welt. Ich bin Schwede, aber irgendwie bin ich auch gemischter Identität, meine Mutter ist Kroatin und katholisch, mein Vater ist Bosnier und Muslim“, schreibt Ibrahimovic.
„Mein Vater hat unter dem Krieg in Bosnien und Herzegowina stark gelitten. Jeden Tag erreichte ihn die Nachricht über den Tod von jemanden, den er kannte. Er hat Flüchtlingen geholfen. Aber er hat versucht, mich zu schützten. Er hat mich immer beschützt. Als seine Schwester in Schweden starb, ließ er mich nicht ins Leichenschauhaus gehen.
Mein Vater vergoss beim Begräbnis keine Träne. Am nächsten Tag ging er zum Friedhof und weinte sich am Grab die Seele aus dem Leib. Alleine“, heißt es in der Autobiografie von Zlatan Ibrahimovic.