Mit einer Flotte im Anmarsch und warnenden Worten hält Trump den Druck auf Teheran aufrecht – signalisiert aber auch Zurückhaltung in der eskalierenden Krise.
US-Präsident Donald Trump hält weiterhin an der Option eines militärischen Vorgehens gegen den Iran fest. „Wir haben eine riesige Flotte, die in diese Richtung unterwegs ist“, erklärte der republikanische Präsident gegenüber Journalisten während seiner Rückreise von Davos nach Washington. Er fügte jedoch hinzu: „Vielleicht müssen wir sie nicht einsetzen, wir werden sehen.“ Die zahlreichen Schiffe seien vorsorglich in die Region entsandt worden. „Ich würde es vorziehen, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau“, sagte Trump mit Blick auf die iranische Führung.
Amerikanische Medien hatten bereits Ende vergangener Woche berichtet, dass sich der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ mit seinen Begleitschiffen vom Südchinesischen Meer in Richtung der Krisenregion bewegt. Der nuklear angetriebene Flugzeugträger hat üblicherweise mehrere tausend Soldaten an Bord, verfügt über Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der US-Marine begleitet.
Nach mehreren Tagen intensiver militärischer Drohgebärden gegenüber dem Iran scheint Trump nun zunächst eine abwartende Haltung einzunehmen.
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Iranische Proteste
Die iranische Staatsführung hatte die jüngsten Protestbewegungen mit massiver Gewalt unterdrückt. Laut Angaben von Aktivisten kamen dabei tausende Demonstranten ums Leben. Trump reagierte wiederholt mit scharfen Drohungen, was Befürchtungen vor einer militärischen Zuspitzung in der Region verstärkte.
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Diplomatische Spannungen
Der US-Präsident sprach sich kürzlich auch für einen Machtwechsel im Iran aus, nachdem ihn der Oberste Führer der Islamischen Republik als „Verbrecher“ bezeichnet hatte. Die iranische Justiz signalisierte unterdessen, dass sie Hinrichtungen wieder aufnehmen könnte. Trump hatte der iranischen Führung hingegen am vorangegangenen Freitag dafür gedankt, geplante Exekutionen von 800 Personen ausgesetzt zu haben.
Die USA hatten aus diesem Grund zunächst auf einen Militärschlag verzichtet.
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