Kaká glaubt noch an die Aufholjagd – und hat einen klaren Favoriten, der das Derby entscheiden soll.
Kaká kennt das Gefühl, wenn ein Stadtderby die Luft in Mailand zum Vibrieren bringt. Der 43-jährige Brasilianer, der mit dem AC Milan in den 2000er-Jahren die Scudetti und die Champions League holte und 2007 den Ballon d’Or gewann, sprach im Interview mit der Gazzetta dello Sport über das bevorstehende Duell zwischen Milan und Inter – das 28. Saisonspiel der Serie A. Zehn Runden vor dem Saisonende führt Inter die Tabelle mit zehn Punkten Vorsprung auf den Stadtrivalen an. Dennoch glaubt Kaká an die Chance seiner alten Liebe.
Nach seiner aktiven Karriere, die er 2017 beendete, schlug der ehemalige Weltfußballer einen ungewöhnlichen Weg ein: ein Studium im Sportmanagement in Cambridge, Massachusetts, dazu FIFA- und UEFA-Kurse sowie eine Trainerausbildung in Brasilien. Sein Weg führte ihn einst über Madrid – von 2009 an spielte er vier Jahre für Real Madrid, ehe er nach Mailand zurückkehrte, wo er noch eine weitere Saison verbrachte.
Modrics Magie
Aus dieser Zeit in Madrid stammt auch eine besondere Verbindung: Luka Modric, der heute mit 40 Jahren das Spiel bei Milan prägt, war damals sein Teamkollege. Luka Modrić spielt in der Saison 2025/2026 für AC Milan. „Lukita ist eine Naturgewalt. Was er an Enthusiasmus, Führungsqualität und Technik auf den Platz bringt, ist schlicht beeindruckend. Ich habe mit ihm in Madrid gespielt – ich kenne seine Mentalität“, sagte Kaká.
Die anhaltende Motivation des Kroaten lässt ihn nicht los. „Sein Beitrag für Milan ist enorm – in den Spielen wie auch im Training. Ich denke, seine Präsenz ist gut für den gesamten italienischen Fußball.“
Wer das Derby entscheiden wird? Kaká zögerte keine Sekunde: „Modric, ohne Zweifel. Mit seiner Erfahrung und seiner Klasse wird er den Unterschied ausmachen. Aber ich schätze auch Pulisic sehr – und Leão ist natürlich immer für etwas gut.“
Karriere-Ende offen
Auch über die sportliche Zukunft des Kroaten äußerte sich Kaká: „Die Wissenschaft hat enorme Fortschritte gemacht – sie verlängert Karrieren, optimiert die Regeneration zwischen den Belastungen. Wenn man sieht, wie wichtig Luka gerade für die Mannschaft ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass er noch zwei oder drei Jahre dranhängt. Aber wer weiß das schon.“
Zum Derby selbst blieb Kaká optimistisch: „Milan kann Inter schlagen und in der Tabelle wieder näher heranrücken. Ich glaube an Lukita – und nicht nur an ihn.“