Cobra, Bereitschaftseinheit, Staatsschutz – der Einsatz in Petzenkirchen war kein gewöhnlicher Polizeieinsatz. Nun kommen Details ans Licht.
Erste Einzelheiten zum Cobra-Einsatz in Petzenkirchen (Bezirk Melk) vom Montag sind nun an die Öffentlichkeit gelangt. Der Zugriff auf das betreffende Gebäude hatte am Montagnachmittag stattgefunden. Neben der Cobra waren aus Sicherheitsgründen auch die Schnelle Interventionsgruppe (SIG), Kräfte der Bereitschaftseinheit sowie des LSE im Einsatz.
Hausdurchsuchung angeordnet
Wie Polizeisprecher Johann Baumschlager am Dienstag mitteilte, lagen Hinweise vor, dass sich in dem Gebäude Waffen sowie Kriegsmaterial befinden könnten. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurde daraufhin eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Rund um das Objekt richteten die Einsatzkräfte aus Sicherheitsgründen eine weiträumige Absperrung ein.
„Es bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Bevölkerung“, betonte Baumschlager. Der polizeilich bekannte Verdächtige wurde vorübergehend angehalten und schließlich auf freiem Fuß angezeigt. Die Ermittlungen liegen beim Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE).
Gegenstände sichergestellt
Gegen den Betroffenen ist ein Waffenverbot aufrecht. Im Zuge der Hausdurchsuchung wurden mehrere Gegenstände sichergestellt, die nun einer eingehenden Prüfung unterzogen werden.
Dabei soll sowohl geklärt werden, ob es sich bei den Objekten um Kriegsmaterial handelt, als auch deren Funktionsfähigkeit überprüft werden.