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Diplomatie

Vucic und Ukraine-Vize planen Wirtschafts-Allianz

Vucic und Ukraine-Vize planen Wirtschafts-Allianz
FOTO: Facebook/Aleksandar Vučić
2 Min. Lesezeit |

Belgrad und Kiew rücken näher zusammen – ein hochrangiges Treffen setzt neue Signale für Wirtschaft, Energie und Europa.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat sich mit dem ukrainischen Vizeministerpräsidenten für europäische und euroatlantische Integration, Taras Kacka, zu Gesprächen über die Vertiefung der bilateralen Beziehungen getroffen. Im Mittelpunkt standen wirtschaftliche Zusammenarbeit, Energiesicherheit sowie die europäischen Integrationsprozesse beider Länder.

Auf seinem Instagram-Profil beschrieb Vucic das Treffen als offen und inhaltlich substanziell. Besonderes Gewicht hätten die Themen Wirtschaftskooperation, die Fortsetzung der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen sowie die Steigerung des Warenaustausches und der Investitionen gehabt. Serbien und die Ukraine hätten, so Vucic, erhebliches Potenzial, ihre Partnerschaft auszubauen – insbesondere durch eine engere Vernetzung der beiden Volkswirtschaften.

Europäische Integration

Auch die europäischen Integrationsbemühungen beider Staaten standen auf der Agenda. Vucic betonte, der europäische Weg sei die strategische Ausrichtung Serbiens und ein zentraler Rahmen für Reformen, Stabilität und Entwicklung. Das im Rahmen des Treffens unterzeichnete Memorandum of Understanding im Bereich der europäischen Integration solle den Erfahrungsaustausch und die institutionelle Zusammenarbeit weiter stärken.

Regionaler Energiesektor

Im Energiebereich sprachen die beiden Seiten über regionale Versorgungssicherheit, die Diversifizierung von Energiequellen und -routen sowie die Bedeutung des Vertikalen Gaskorridors für die Anbindung der Region an europäische Energieinfrastrukturen.

Der Vertikale Gaskorridor ist ein gemeinsames Infrastrukturprojekt Bulgariens, Griechenlands, Rumäniens, Ungarns, der Slowakei, Kroatiens und der Ukraine, das Erdgasflüsse von Süden nach Norden und umgekehrt durch die verbindenden Gasfernleitungen dieser Länder ermöglichen soll.

Das Treffen fand im Gebäude des Generalsekretariats des Präsidenten in Belgrad statt und begann um 10 Uhr. Der Mediendienst des Präsidenten kündigte an, im Anschluss eine Pressemitteilung zu veröffentlichen.

Bereits am Vortag hatte Vucic ein Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geführt.

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KO KOSMO-Redaktion
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