Insolvenz in Deutschland, Sanierungsverfahren in Österreich: Für Hellweg wird der Kampf ums Überleben konkreter.
Nachdem die deutsche Muttergesellschaft Mitte Juni beim Amtsgericht Essen Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hatte, hat die österreichische Hellweg Die Profi-Baumärkte GmbH nun beim Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Laut einer Unternehmensaussendung verfolgt man damit das Ziel „die Fortführung und zukunftsfähige Aufstellung des Unternehmens“. Die Bau- und Gartenmärkte sollen „aus eigener Kraft geordnet und zukunftsfähig neu aufgestellt werden“.
Die Hellweg-Gruppe betreibt in Deutschland 68 Baumärkte mit rund 2.900 Beschäftigten. Die Gehälter der deutschen Mitarbeiter sind nach Unternehmensangaben für drei Monate über Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert, alle Standorte und der Onlineshop bleiben zunächst geöffnet.
Betrieb läuft weiter
In Österreich beschäftigt das Unternehmen rund 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und führt sechs Bau- und Gartenmärkte in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark. Alle sechs Standorte bleiben dem Unternehmen zufolge mit unverändertem Sortiment in Betrieb. Bestehende Kundenkarten, Rabattangebote und laufende Aktionen behalten weiterhin ihre Gültigkeit.
Als Ursachen für die Einleitung des Sanierungsverfahrens nennt die Hellweg-Gruppe eine schwache Konsumnachfrage, Belastungen in den Lieferketten sowie gestiegene Miet- und Betriebskosten.