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Grenznotstand

Tausende weigern sich Ceuta zu verlassen – Leichenhalle überfüllt

Tausende weigern sich Ceuta zu verlassen – Leichenhalle überfüllt
Foto: epa/REDUAN
2 Min. Lesezeit |

88 Tote, überfüllte Leichenhallen, Tausende auf der Flucht – in Ceuta spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Die Situation in der spanischen Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko hat sich in der vergangenen Woche dramatisch zugespitzt. Nach Angaben spanischer Behörden sind im Zuge der aktuellen Migrationskrise insgesamt rund 60.000 Migranten in Ceuta angekommen – die meisten versuchten, die Hafenstadt auf irregulärem Weg zu erreichen. Bis Freitagmittag sind von diesen rund 25.000 Menschen wieder nach Marokko zurückgekehrt, so die spanische Regierung.

Steigende Todeszahlen

Während die Behörden die Lage offiziell als zunehmend unter Kontrolle beschreiben, sind die Einsatzkräfte vor Ort weiterhin mit der Bergung von Todesopfern aus dem Meer beschäftigt. Die Zahl der Toten ist inzwischen auf 88 gestiegen – die meisten von ihnen ertranken beim Versuch, die Exklave schwimmend zu erreichen. Wie das Portal El País berichtet, seien noch nicht alle Leichen aus dem Wasser geborgen worden. Die Leichenhalle der Hafenstadt ist den Angaben zufolge bereits überfüllt.

Parallel dazu häufen sich Berichte über Versuche, das europäische Festland zu erreichen. Nach Angaben des Senders CBC News sei es entlang der Straße von Gibraltar vermehrt zu Aufgriffen gekommen. Einzelne Personen sollen es bereits geschafft haben, an einer Küste anzulanden.

Widerstand gegen Rückkehr

Diesen Berichten stehen jedoch Schilderungen gegenüber, die ein deutlich anderes Bild der Lage zeichnen. Laut einem Bericht der Bild würden noch immer Hunderte Migranten durch die Hafenstadt laufen und dabei „Allahu Akbar“ rufen. Auch Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas betonte, dass von Normalität keine Rede sein könnte. Ihm zufolge befänden sich in der Exklave noch „Tausende“ Migranten.

Mitarbeiter des städtischen Aufnahmezentrums hätten gegenüber Reuters ebenfalls bestätigt, dass sich Tausende Flüchtlinge einer Rückkehr widersetzt hätten. Laut dem staatlichen Fernsehsender RTVE sollen die Betroffenen aus West- und Ostafrika stammen. In dem Bericht der Bild werden konkret Länder wie Somalia, Sudan und Nigeria genannt.

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KO KOSMO-Redaktion
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