Wien bricht seinen eigenen Hitzerekord – innerhalb von 24 Stunden. Und der nächste Extremwert könnte noch fallen.
In Wien-Stammersdorf kletterte das Thermometer am Dienstag um 13.45 Uhr auf 40,2 Grad – und stellte damit einen neuen Allzeit-Hitzerekord für die Bundeshauptstadt auf. Der bisherige Spitzenwert von 40,1 Grad war erst am Montag gemessen worden.
Österreichrekord wackelt
Damit gerät nun auch der österreichische Allzeitrekord von 40,5 Grad, der am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg registriert wurde, ernsthaft unter Druck. Der Wetterdienst Tauernwetter geht davon aus, dass dieser Wert im Verlauf des Nachmittags übertroffen wird – an einzelnen Stationen könnten die Temperaturen demnach zwischen 41 und 42 Grad erreichen.
Dass der Wiener Rekord binnen 24 Stunden erneut gefallen ist, verdeutlicht die außergewöhnliche Intensität der Luftmasse, die derzeit den Osten Österreichs erfasst hat. Meteorologe David Kaufmann von Tauernwetter ordnet die Lage so ein: „Es ist nun der zweite Tag in Folge, dass mehrere Wetterstationen in Österreich die 40-Grad-Marke überschreiten, und morgen dürfte der dritte Tag in Folge sein. Das ist eine beispiellose und zutiefst beunruhigende Entwicklung.“
Undenkbares Szenario
Noch zu Beginn des Junis galt es als undenkbar, dass die 40-Grad-Schwelle in allen drei meteorologischen Sommermonaten – und dazu an drei aufeinanderfolgenden Tagen – überschritten werden könnte. Aus statistischer Sicht war ein solches Szenario nahezu ausgeschlossen. Selbst in den pessimistischsten Klimaszenarien wurden derartige Temperaturen frühestens in rund 15 Jahren für möglich gehalten.