Rom glüht, die Geduld schmilzt – und ein Urlauber zieht die falsche Konsequenz. Die Quittung folgte prompt.
Seit Wochen klettern die Temperaturen in der italienischen Hauptstadt Rom auf nahezu 40 Grad Celsius. Die anhaltende Hitze treibt Einwohner wie Besucher gleichermaßen auf der Suche nach Abkühlung durch die Stadt. Für einen 42-jährigen deutschen Urlauber schien die Lösung greifbar nah: Er stieg kurzerhand in einen der historischen Brunnen Roms.
Der Mann sprang auf der zentralen Piazza della Repubblica in den Najaden-Brunnen, bekannt auch als Fontana delle Naiadi. Das 1901 errichtete Bauwerk zeigt Wassernymphen aus der griechischen Mythologie und zählt zu den markanten Wahrzeichen der Stadt. Weitaus berühmter ist freilich der Trevi-Brunnen, der durch die legendären Filmszenen mit Anita Ekberg und Marcello Mastroianni in „La Dolce Vita“ weltweite Bekanntheit erlangte.
Strafe & Platzverbot
Der Badeausflug des Touristen endete rasch: Polizisten beendeten das unerlaubte Erfrischungsbad, stellten eine Geldstrafe von 450 Euro aus und erteilten dem Mann ein Platzverbot. Wie das Portal 20min.ch berichtet, gilt in Rom seit Jahren ein striktes Verbot, historische Brunnen zu betreten. Hintergrund sind wiederholte Vorfälle, bei denen es in der Vergangenheit zu Beschädigungen an den historischen Anlagen kam – was die Stadtverwaltung dazu veranlasste, entsprechende Regelungen einzuführen.
Als Alternative stehen Besuchern und Einwohnern zahlreiche kostenlose Trinkbrunnen zur Verfügung, die sogenannten Nasoni (kleine Nasen – charakteristische Straßentrinkbrunnen). Dabei sind es keineswegs nur Touristen, die in die Brunnen steigen – auch Einheimische werden immer wieder dabei erwischt.
Zur genauen Herkunft des deutschen Urlaubers machte die Polizei keine weiteren Angaben.