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Missbrauchsvorwürfe

„Schande auf mich gebracht“: Gunkl meldet sich auf Facebook zu Wort (VIDEO)

„Schande auf mich gebracht“: Gunkl meldet sich auf Facebook zu Wort (VIDEO)
FOTO: Screenshot Facebook
2 Min. Lesezeit |

Ein öffentliches Geständnis, eine Anklage und ein tiefer Fall: Der bekannte Kabarettist Gunkl erschüttert die österreichische Kulturszene.

Der österreichische Kabarettist Günther „Gunkl“ Paal sieht sich mit schwerwiegenden strafrechtlichen Vorwürfen konfrontiert: Am Mittwoch wurde Anklage gegen ihn wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs sowie des Besitzes von Missbrauchsmaterial erhoben. In einem knapp vierminütigen Video, das er auf Facebook veröffentlichte, räumte Paal die Vorwürfe öffentlich ein und brachte dabei tiefes Bedauern zum Ausdruck.

In dem emotionalen Statement gestand Paal offen, was ihm zur Last gelegt wird. Er erklärte, es habe in seinem Leben eine Phase gegeben, in der er die Lust auf entsprechendes Videomaterial verspürt habe, und bestätigte, dass dieses Material auf seinen Rechnern sichergestellt worden sei. Zur Frage eines möglichen Einspruchs gegen die Anklage äußerte er sich klar: Er wolle die Konsequenzen ohne Widerspruch tragen. Wörtlich sagte er: „Ich hab‘ Schande auf mich gebracht.“

Reaktionen der Szene

Die Bekanntgabe der Vorwürfe hat in der österreichischen Kabarettszene tiefe Betroffenheit ausgelöst. Alfred Dorfer, der Paal seit Jahren kennt, zeigte sich „vollkommen erschüttert“ über die Enthüllungen. Auch Kabarettistin Caroline Athanasiadis meldete sich zu Wort und machte deutlich, dass der Fall unabhängig von persönlichen Sympathien ernst genommen werden müsse – „…nur weil der Beschuldigte sympathisch wirkt.“

Rechtliche Details

Rechtlich ist die Anklage gegen Paal noch nicht in Kraft getreten; ihm stehen 14 Tage zur Verfügung, um Einspruch zu erheben. Die betroffenen Kinder befinden sich derzeit unter der Betreuung der Wiener Kinder- und Jugendhilfe. Darüber hinaus wurde bekannt, dass Paal im Vorfeld 150.000 Euro gezahlt hatte, um die Angelegenheit unter Verschluss zu halten – bevor er schließlich Selbstanzeige erstattete.

Die Mutter sowie die Großmutter des betroffenen Kindes wurden ihrerseits wegen des Verdachts der schweren Erpressung angeklagt.

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KO KOSMO-Redaktion
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