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Bedrohung

CIA warnt Europa: Russland plant Drohnenangriffe vom Meer aus

CIA warnt Europa: Russland plant Drohnenangriffe vom Meer aus
EPA-EFE/MIKHAIL METZEL
2 Min. Lesezeit |

Versteckt in Containern, gestartet vom Meer: Russland soll konkrete Angriffspläne gegen drei EU-Staaten entwickelt haben.

Russland soll Pläne für Drohnenangriffe auf europäische Mittelmeerländer hegen – das geht aus Geheimdienstinformationen hervor, die amerikanische Nachrichtendienste mit europäischen Regierungen geteilt haben. Besonders Spanien, Frankreich und Italien könnten demnach ins Visier geraten.

Gerbera-Drohne

Wie die spanische Zeitung El Mundo berichtet, sollen die Drohnen vom Meer aus operieren – versteckt in Containern auf Handelsschiffen. Beim eingesetzten Modell handelt es sich um die sogenannte Gerbera-Drohne: rund zwei Meter lang, bis zu 18 Kilogramm schwer und mit einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern. Im Oktober 2024 soll Russland bereits Tests mit Drohnenstarts von einer Seeplattform aus durchgeführt haben. Eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des litauischen Verteidigungsministeriums bestätigte das Konzept: „Sie werden vom Meer aus gestartete Drohnen verwenden, die in einem Schiffscontainer versteckt sind.“

Politisches Kalkül

Dass ausgerechnet Spanien, Frankreich und Italien als mögliche Ziele gelten, hat nach Einschätzung von Analysten einen politischen Hintergrund. Alle drei Länder stehen vor Wahlen im Jahr 2027 und verfügen über politische Kräfte, die den Interessen des Kremls zumindest nahestehen könnten. Der Analyst Keir Giles bringt es auf den Punkt: „Russland beobachtet, wo jede Aktion die größte Wirkung haben wird.“ Und weiter: „Nicht zwangsläufig sind die Staaten an der ersten Linie diejenigen, die zum Ziel werden.“

Der französische Linkspolitiker Jean-Luc Melenchon brachte die verschärfte russische Bedrohungslage seinerseits mit ukrainischen Angriffen auf russisches Territorium in Verbindung. Europäische Geheimdienstkreise teilen diese Lesart grundsätzlich: Man geht davon aus, dass Moskau mit solchen Aktionen auf eben diese Angriffe reagieren könnte.

Frankreich hat bereits Konsequenzen gezogen. Präsident Emmanuel Macron berief hochrangige politische Beratungen ein, um mögliche Gegenmaßnahmen zu erörtern. Hinter den russischen Plänen wird ein breiteres strategisches Kalkül vermutet: Die Unterstützung der Europäischen Union für die Ukraine zu untergraben und Risse innerhalb der NATO zu vertiefen – so lautet zumindest die Einschätzung, die unter Verteidigungsanalysten kursiert, gestützt auf einen CIA-Bericht über russische Absichten.

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KO KOSMO-Redaktion
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