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Drohung & Schläge

Nach Todesdrohung gegen Mitschülerin: Gericht verurteilt 16-Jährige

Nach Todesdrohung gegen Mitschülerin: Gericht verurteilt 16-Jährige
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Streit unter Schülerinnen, eine Drohung, Schläge – und am Ende ein Urteil, das sofort rechtskräftig wurde.

Ein heftiger Streit zwischen zwei gleichaltrigen Schülerinnen im Dornbirner Martinspark eskalierte im Juli und landete nun vor Gericht. Die Angeklagte, eine 16-Jährige, musste sich am Landesgericht Feldkirch vor Richter Dietmar Nußbaumer wegen versuchter Nötigung und Körperverletzung verantworten. Im Zuge der Auseinandersetzung richtete sie an ihre Schulkameradin die Worte: „Wenn du noch ein Wort über mich sagst, bring ich dich um“ – und schlug ihr anschließend mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht.

Das Opfer erlitt Rötungen im Gesicht; eine Anzeige folgte.

Vorwürfe im Detail

Der Prozess am Montag brachte keine vollständige Aufklärung der Hintergründe. Warum der Streit im Juli derart eskalierte, ließ sich in der Verhandlung nicht mehr eindeutig klären. Fest steht laut Gerichtsbericht, dass die 16-Jährige ihrer Mitschülerin mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht schlug. Für die Jugendliche war es nicht der erste Kontakt mit der Justiz: Zwei Diversionen liegen bereits hinter ihr, die Sozialstunden aus der jüngsten hatte sie gerade abgearbeitet.

Vor Gericht gab sie an, ihrer Kontrahentin lediglich Angst eingejagt haben zu wollen. Auf die Frage des Richters nach ihrem aktuellen Drogenkonsum erklärte sie, illegale Substanzen nehme sie keine.

Das Urteil

Das Gericht verurteilte die 16-Jährige zu einer Geldstrafe von insgesamt 480 Euro, davon 160 Euro unbedingt und 320 Euro bedingt. Zusätzlich muss sie dem Opfer 150 Euro Schmerzensgeld zahlen und für die Verfahrenskosten aufkommen.

Die Jugendliche akzeptierte die Entscheidung, Staatsanwältin Konstanze Erath gab keine Erklärung ab. Damit ist das Urteil rechtskräftig und die 16-Jährige erstmals vorbestraft. Inzwischen absolviert sie eine Lehre in einem großen Vorarlberger Betrieb.

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KO KOSMO-Redaktion
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