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Unterwasserfund

Einzigartiger Fund in Kroatien: Dinosaurierknochen unter Wasser entdeckt

Einzigartiger Fund in Kroatien: Dinosaurierknochen unter Wasser entdeckt
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Unter der Adria vor Istrien bergen Forscher rund 130 Millionen Jahre alte Dinosaurierknochen – an einem Fundort, den Experten als weltweit einzigartig beschreiben.

In der Bucht Kolone bei Bale in Istrien untersucht ein internationales Forschungsteam Dinosaurierknochen, die in Gestein am Meeresboden erhalten geblieben sind. Nach Angaben der beteiligten Forscher handelt es sich um das weltweit erste bekannte Unterwasser-Fundgebiet dieser Art. Zugleich ist Kolone bislang die einzige bekannte Fundstätte von Dinosaurierknochen in Kroatien.

Einzigartiger Fund

Der US-Paläontologe Matthew C. Lamanna misst der Fundstätte große internationale Bedeutung bei. Er erklärte gegenüber Dnevnik Nove TV, er kenne weltweit keinen anderen Ort, an dem Dinosaurierknochen direkt in Gestein am Meeresboden eingebettet seien. Besonders interessant sei neben der Unterwasserlage auch die geografische Situation der Region zur Zeit der Dinosaurier.

Die Bergung stellt das Forschungsteam vor völlig neue Herausforderungen. Nach Angaben des Paläontologen Aleksandar Mezga wird dafür derzeit eine spezielle Methode entwickelt, die in dieser Form bislang noch nicht angewandt wurde. Die Erfahrungen aus Kolone könnten künftig auch für andere Unterwasser-Fossilfundstätten genutzt werden.

Am Meeresboden liegen zahlreiche Knochen eines langhalsigen Dinosauriers. Nach Angaben des Paläontologen Fran Vidaković sind einzelne Knochen sogar noch miteinander verbunden. Taucher und Fotograf Branislav Danevski berichtet zudem von Rippen mit einer Länge von drei bis vier Metern, von denen teilweise mehrere Abschnitte erhalten geblieben sind.

Enormes Potenzial

Welche Fossilien noch im Gestein verborgen sind, ist offen. Paläontologe Aleksandar Mezga hält es für möglich, dass bei der weiteren Präparation sogar Teile eines Dinosaurierschädels oder größere zusammenhängende Skelette zum Vorschein kommen könnten.

Andrea Deklić von der öffentlichen Einrichtung Natura Histrica sieht gerade in der Lage unter Wasser einen wissenschaftlichen Vorteil: Die Forscher können die Gesteinsschichten systematisch Schicht für Schicht untersuchen und damit genauer nachvollziehen, wie die Dinosaurierknochen eingebettet und fossilisiert wurden.

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KO KOSMO-Redaktion
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