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Artenschmuggel

300 Schildkröten, 77 Papageien: 100.000-Euro-Schmuggel fliegt auf

300 Schildkröten, 77 Papageien: 100.000-Euro-Schmuggel fliegt auf
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

377 exotische Tiere, ein Katamaran und ein maltesischer Staatsbürger – im Hafen von Pozzallo flog ein Schmuggel auf.

Im Hafen von Pozzallo auf Sizilien haben die italienische Finanzpolizei und der Zoll 377 exotische Tiere sichergestellt. Die Behörden griffen ein, als ein maltesischer Staatsbürger versuchte, die Tiere mit einem Katamaran nach Malta zu schaffen – die Fracht war zuvor in seinem Fahrzeug entdeckt worden.

Unter den beschlagnahmten Tieren befanden sich 300 Wasserschildkröten sowie 77 Papageien, von denen 76 Exemplare unter den Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) fallen. Die Tiere waren in dem Fahrzeug unter unzumutbaren Bedingungen untergebracht. Veterinäre des Gesundheitsdienstes der Provinz Ragusa nahmen die Tiere in Augenschein, bevor sie offiziell sichergestellt und versorgt wurden.

Organisierter Wildtierhandel

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf ein weitaus größeres Problem: den organisierten illegalen Wildtierhandel innerhalb Europas. Die EU-Kommission stuft Europa sowohl als bedeutenden Zielmarkt als auch als Transitregion für geschmuggelte Wildtiere ein. Allein im Mittelmeerraum werden nach Angaben der Kommission jedes Jahr rund 25 Millionen Vögel illegal gefangen oder getötet. Europol ordnet Wildtierkriminalität dem Bereich der schweren und organisierten Kriminalität zu.

Gegen den maltesischen Staatsangehörigen wurde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ragusa erstattet. Ihm werden Verstöße gegen den Tierschutz sowie gegen das italienische Gesetz zur Umsetzung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens zur Last gelegt.

Die zuständigen Behörden unterstreichen angesichts des zunehmend organisierten Charakters solcher Delikte die Dringlichkeit verstärkter Gegenmaßnahmen.

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KO KOSMO-Redaktion
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