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Verschärfung

Kroatien macht Ernst: Rasen, Driften und Falschparken wird teuer

Kroatien macht Ernst: Rasen, Driften und Falschparken wird teuer
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2 Min. Lesezeit |

Kroatien verschärft seine Verkehrsregeln drastisch – mit Strafen, die es in sich haben. Was sich ab sofort ändert.

Kroatien dreht an der Strafschraube: Wer künftig auf öffentlichen Straßen des Adrialandes zu tief ins Gaspedal tritt oder seinen E-Scooter unbeaufsichtigt an Kinder weitergibt, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Innenminister Davor Bozinovic hat weitreichende Änderungen am Straßenverkehrssicherheitsgesetz vorgestellt, die Geldstrafen von bis zu 5.000 Euro sowie Haftstrafen von bis zu 60 Tagen vorsehen.

Illegale Autorennen

Besonders im Visier der neuen Regelungen stehen illegale Autorennen und sogenannte Car-Meet-Treffen, bei denen Fahrer mit riskanten Manövern Eindruck schinden wollen. Veranstalter und Teilnehmer solcher Veranstaltungen müssen künftig mit Bußgeldern zwischen 2.000 und 5.000 Euro rechnen – hinzu kommen Fahrzeugbeschlagnahmung und Fahrverbot. Bozinovics Botschaft ist unmissverständlich: „Öffentliche Straßen sind keine Rennstrecken, und die Sicherheit der Bürger ist kein Raum für Selbstdarstellung.“

Auch E-Scooter-Nutzer geraten stärker ins Blickfeld der Behörden. Eltern, die Kindern unter 14 Jahren die Fahrt auf einem Elektroroller erlauben, riskieren Strafen zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Das Fahren ohne Helm wird mit 100 Euro geahndet. Neu ist zudem eine verpflichtende Registrierungs- und Kennzeichnungspflicht für Elektroroller. „Ein E-Scooter ist kein Spielzeug und kann schwere, mitunter tödliche Verletzungen verursachen“, betonte der Innenminister.

Wer sein Fahrzeug so abstellt, dass es den Verkehrsfluss erheblich behindert, zahlt fortan 300 Euro. Die Strafe für das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts steigt von bisher 130 auf 200 Euro.

Grenzüberschreitende Ahndung

Grenzüberschreitend soll die Ahndung von Verkehrsverstößen ebenfalls effektiver werden: Ein erweiterter Datenaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten soll sicherstellen, dass Verstöße unabhängig vom Kennzeichen des Fahrzeugs verfolgt werden können. „Die Regeln müssen für alle gleichermaßen gelten“, stellte Bozinovic klar.

Hintergrund der Verschärfungen ist eine besorgniserregende Entwicklung auf kroatischen Straßen: Im vergangenen Jahr kamen 261 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – 22 mehr als im Jahr davor. „Unser Ziel ist es nicht, mehr Strafen einzukassieren, sondern weniger Unfälle und weniger Verletzte zu haben“, so der Minister. Die Anpassungen an europäische Sicherheitsstandards sollen langfristig dazu beitragen, die Zahl der Verkehrsopfer deutlich zu senken.

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KO KOSMO-Redaktion
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