Am 29. Oktober wird das Rad der Zeit zurückgedreht, die Sommerzeit weicht der Winterzeit. Eine zusätzliche Stunde Schlaf klingt verlockend, doch für viele ist es eher ein unerwünschter Mini-Jetlag, der Körper und Geist durcheinanderwirbelt.
Die Umstellung auf die Winterzeit bringt für viele Menschen körperliche und geistige Herausforderungen mit sich. Häufige Symptome sind Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Reizbarkeit. Einige Personen erleben auch depressive Verstimmungen. Bei einer beachtlichen Anzahl der Betroffenen halten diese Beschwerden bis zu einer Woche an, und bei einem kleineren Teil sogar bis zu einem Monat.
Früher schlafen gehen
Doch wie wirkt sich diese Veränderung tatsächlich auf unseren Organismus aus? Die zusätzliche Stunde, die uns die Zeitumstellung schenkt, verleitet viele dazu, früher aus den Federn zu kommen. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, den Körper schrittweise an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Beginnen Sie bereits einige Tage vor dem 29. Oktober damit, abends einige Minuten später zu Bett zu gehen. Die dadurch am Abend eingebüßte Schlafzeit wird Ihr Körper am nächsten Morgen nachholen, was dazu beiträgt, dass Sie weniger früh aufwachen.
Etwas früher essen
Aber nicht nur der Schlaf ist betroffen, auch unsere Essgewohnheiten können durch die Zeitumstellung durcheinandergeraten. Um zu vermeiden, dass Schlaf- und Essenszeiten kollidieren, ist es ratsam, die letzte Mahlzeit des Tages vorzuziehen. Vermeiden Sie zudem schwere Mahlzeiten und anregende Getränke kurz vor dem Schlafengehen, da diese das Einschlafen erschweren können. Leichte Gerichte und beruhigende Kräutertees sind hier die bessere Wahl.
Routinen beibehalten
Neben diesen Anpassungen ist es wichtig, die täglichen Routinen beizubehalten. Sie helfen dabei, den Tag zu strukturieren und sich schneller an die neue Zeit zu gewöhnen. Wichtig dabei ist, dass diese Routinen ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden vermitteln und nicht zu Stress führen. Überfrachten Sie den Terminkalender also nicht in den Tagen vor und nach der Zeitumstellung.
Zeit im Freien
Ein weiterer Tipp: Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich im Freien. Wenn es abends früher dunkel wird, fühlen sich viele schon am späten Nachmittag müde. Durch den Aufenthalt im Freien wird der Körper mit Sauerstoff versorgt und das Tageslicht reduziert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Ein kurzer Spaziergang in den hellen Morgenstunden oder während der Mittagspause kann hier bereits einen großen Unterschied machen.
Die Zeitumstellung ist eine Herausforderung für unseren Körper, doch mit den richtigen Anpassungen und Strategien kann man diesem Mini-Jetlag entgegenwirken und sich schnell an die neue Zeit gewöhnen.