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Appell

Aufruf zum „Autofasten“: Kirchen fordern radikale Verkehrswende

Aufruf zum „Autofasten“: Kirchen fordern radikale Verkehrswende
FOTO: Autofasten
2 Min. Lesezeit |

Die katholische und evangelische Kirche haben gemeinsam einen Appell für umweltbewusstere Mobilität gestartet. Sie fordern Bürgerinnen und Bürger auf, das Auto nach Möglichkeit stehen zu lassen. Der motorisierte Individualverkehr behindere nicht nur die Erreichung der Klimaziele, sondern verschärfe auch soziale Ungleichheiten. Besonders problematisch sei dabei, dass wohlhabendere Bevölkerungsgruppen überdurchschnittlich viele Verkehrsemissionen verursachen, während ärmere Menschen verstärkt unter den negativen Folgen wie Luftverschmutzung und dem Verlust öffentlicher Räume leiden.

Die kirchliche Initiative richtet sich jedoch nicht nur an Privatpersonen, sondern nimmt auch die Politik in die Pflicht. Ohne entsprechende Rahmenbedingungen seien Menschen, die auf das Auto verzichten möchten, schnell mit ihren Möglichkeiten am Ende. Die Kirchenvertreter appellieren daher eindringlich an politische Entscheidungsträger, klimaschädliche Subventionen zu beenden. Konkret werden das Dieselprivileg, die Kerosinsteuer und das Pendlerpauschale als problematische Förderungen genannt.

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Forderung nach Umdenken

Ein grundlegender Perspektivenwechsel wird auch in der Raumplanung gefordert. Der Verein zur Förderung kirchlicher Umweltarbeit betont, dass Österreich sich von einem Autoland zu einem Land der Fußgänger, Rad- und Bahnfahrenden entwickle. Bei der Neugestaltung öffentlicher Räume dürften daher nicht mehr Autos und Straßen im Mittelpunkt stehen. Zu den weiteren Forderungen zählt, dass das Klimaticket für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich bleiben müsse.

Die Kirchenvertreter ermutigen die Menschen, ihr eigenes Mobilitätsverhalten kritisch zu hinterfragen und wann immer möglich auf das Auto zu verzichten. Als umweltfreundliche Alternativen empfehlen sie Fußwege, Fahrradfahrten oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

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Wandel erkennbar

Aktuelle Zahlen des Verkehrsclubs Österreich zeigen bereits einen Wandel im Mobilitätsverhalten: In Tirol nutzt ein Drittel der Bevölkerung ab 16 Jahren selten oder nie ein Auto. Damit liegt Tirol nach Wien und Vorarlberg an dritter Stelle bei den Regionen mit dem geringsten Anteil an regelmäßigen Autofahrern.

Seit 2019 ist die Zahl der Tiroler, die kaum oder gar nicht Auto fahren, um etwa 20.000 Personen gestiegen.

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KO KOSMO-Redaktion
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