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Nahost-Krise

Chaos bei Evakuierungsflug – Passagieren hämmern in Panik gegen Fenster

Chaos bei Evakuierungsflug – Passagieren hämmern in Panik gegen Fenster
FOTO: EPA/NARONG SANGNAK
3 Min. Lesezeit |

Tausende Reisende stecken fest, Lufträume bleiben gesperrt – und ob der nächste Flieger wirklich abhebt, weiß derzeit niemand genau.

Der Emirates-Flug EK127 mit planmäßiger Ankunft in Wien-Schwechat um 12.25 Uhr erscheint auf der Website des Flughafens Wien – anders als zahlreiche andere Verbindungen aus der Golfregion – nicht als storniert. Emirates selbst führt die Verbindung weiterhin als „geplant“. Bereits am Dienstag waren je ein Emirates-Flug nach München und Frankfurt durchgeführt worden.

Ob die Verbindung aus Dubai am Donnerstag tatsächlich abheben wird, bleibt jedoch offen – wie ein Blick auf die Lage in Frankfurt verdeutlicht. Dort wurde ein Emirates-Flug mit geplanter Ankunft am Mittwochmorgen kurzfristig erneut gestrichen, wie eine Sprecherin des Flughafens Frankfurt am Main gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa bestätigte.

Tausende Reisende fest

Infolge der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen Zehntausende Reisende fest – Menschen, die in der Region Urlaub verbrachten oder einen der dortigen Flughäfen als Umsteigeknoten nutzen wollten. Zahlreiche Länder haben ihren Luftraum gesperrt, Kreuzfahrtschiffe liegen in den Häfen vor Anker.

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Panikattacken im Flieger

Britische Staatsbürger haben im Nahen Osten eine weitere chaotische Nacht erlebt, nachdem der erste von der britischen Regierung organisierte Evakuierungsflug aus Oman zunächst nicht starten konnte.

Der Charterflug sollte am Mittwoch um 23 Uhr Ortszeit aus der omanischen Hauptstadt Maskat abheben und Briten aus der Region ausfliegen, während sich der Krieg mit Iran weiter ausweitet. Doch der Abflug verzögerte sich, und die Maschine blieb zunächst am Boden.

Ein britischer Passagier, der anonym bleiben wollte, schilderte gegenüber Sky News chaotische Zustände und sprach von einem „totalen Durcheinander“. Der Check-in habe wegen technischer Probleme rund vier Stunden gedauert. Anschließend seien die Passagiere mit Bussen zum Flugzeug gebracht worden, wo sie weitere eineinhalb Stunden warten mussten.

An Bord kam es laut Augenzeugen zu dramatischen Szenen. Einige Menschen hätten Panikattacken erlitten, andere gegen die Fenster geschlagen, während sie stundenlang auf dem Rollfeld ausharren mussten. Unter den Wartenden seien zahlreiche besonders schutzbedürftige Personen gewesen, darunter Familien mit kleinen Kindern. Konsularbeamte seien nicht anwesend gewesen.

Während britische Behörden zunächst von „technischen Problemen“ sprachen, hieß es aus anderen Quellen, die maximale Dienstzeit des Piloten sei überschritten worden. Der Start werde nun im Laufe des Tages erwartet.

Lage in Frankfurt

Für Frankfurt am Main werden am Mittwoch mehrere Maschinen aus dem Nahen Osten erwartet. Genaue Angaben seien jedoch nicht möglich, die Situation sei äußerst unbeständig, erklärte die Sprecherin von Fraport, dem Betreiber des Flughafens Frankfurt am Main. Es zeichne sich derzeit ab, dass einzelne Lufträume wieder freigegeben worden seien.

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Konkret stünden Flüge nach und von Dubai, Bahrain, Maskat, Beirut, Riad sowie Amman auf dem Programm, so die Sprecherin. Demnach könnten am heutigen Tag bis zu fünf Flugzeuge aus der Konfliktregion in Frankfurt am Main landen.

Die Austrian Airlines hat ihre Dubai-Verbindungen bereits am Dienstag ausgesetzt – vorerst bis einschließlich 6. März.

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KO KOSMO-Redaktion
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