Ägypten lag mit 2:0 vorne – und schied trotzdem aus. Jetzt richten sich schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter.
Ägypten schied bei der Weltmeisterschaft im Achtelfinale aus – und das auf bittere Weise. Gegen Titelverteidiger Argentinien hatten die Afrikaner bereits mit 2:0 geführt, verloren am Ende aber noch mit 2:3. Das umstrittene Spiel fand am 7. Juli 2026 statt. Was folgte, war kein stiller Abgang, sondern ein Sturm der Empörung – gerichtet gegen Referee François Letexier.
Umstrittene Entscheidungen
Der 37-jährige Franzose stand gleich bei zwei zentralen Szenen im Mittelpunkt. In der 58. Minute annullierte er ein Ägypter-Tor, nachdem der VAR eingegriffen und auf ein Foulspiel in der Entstehung des Treffers hingewiesen hatte. Für Nationaltrainer Hossam Hassan eine Entscheidung, die er schlicht nicht nachvollziehen konnte: „Es handelt sich um ein K.o.-Spiel, und sie haben ein äußerst wichtiges Tor wegen etwas aberkannt, das meiner Meinung nach die Aberkennung nicht rechtfertigt.“
Noch tiefer saß der Stachel beim argentinischen Siegtreffer zum 3:2. Unmittelbar vor dem Konter, der zum entscheidenden Treffer führte, traf Alexis Mac Allister Mohamed Salah im Strafraum klar am Fuß – Letexier ließ weiterlaufen. Für Hassan überschritt das eine Grenze: „Ich übernehme die Verantwortung und die Konsequenzen für das, was ich sage. Das war ein Spiel, das eindeutig beeinflusst wurde, und das haben alle gesehen. Ich verstehe nicht, warum man die Mannschaften zur Teilnahme einlädt, wenn man ohnehin will, dass Argentinien gewinnt.“
Offizielle Beschwerde
Stürmer Mostafa Ziko legte nach dem Abpfiff noch deutlicher nach: „Der Schiedsrichter war unfair, absolut unfair. Das war eine eklatante Ungerechtigkeit. Er war eindeutig voreingenommen gegen uns. Wir können nicht einfach so ausscheiden, wo wir doch mit 2:0 gegen Argentinien in Führung lagen. Die WM ist manipuliert. Glückwunsch an Argentinien zum vorzeitigen Gewinn der Weltmeisterschaft, das ist alles geplant.“
Laut einem Bericht der spanischen Zeitung „AS“ hat der ägyptische Fußballverband inzwischen offiziell Beschwerde gegen die Leistung von Letexier eingelegt.