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Verlängerung

Außenseiter bringt Argentinien ans Limit: Eigentor rettet Weltmeister vor Blamage

Außenseiter bringt Argentinien ans Limit: Eigentor rettet Weltmeister vor Blamage
FOTO: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH
3 Min. Lesezeit |

Argentinien zittert sich weiter – ein Außenseiter bringt den Weltmeister bis an den Rand einer historischen Blamage.

Argentinien hat das wohl peinlichste Kapitel seiner WM-Geschichte in letzter Sekunde abgewendet – und das Märchen von Kap Verde auf dramatische Weise beendet. Beim 3:2 nach Verlängerung (1:1, 1:0) gegen den afrikanischen Außenseiter musste der Titelverteidiger zweimal einer Führung hinterherlaufen, ehe ein Eigentor von Diney Borges in der 111. Minute die Erlösung brachte. Im Achtelfinale wartet nun am Dienstag um 18 Uhr MEZ in Atlanta Ägypten.

Lionel Messi hatte die Albiceleste in der 29. Minute erstmals in Front gebracht, Lisandro Martinez legte in der 92. Minute nach – doch die Kapverdier ließen sich nicht abschütteln. Deroy Duarte traf in der 59. Minute zum ersten Ausgleich, Sidny Lopes Cabral – bis vor einem Jahr noch für Viktoria Köln am Ball – erzielte in der 103. Minute mit einem Traumtor das 2:2. Beide Treffer wurden von den Kapverdianern gefeiert wie Siege, und das zu Recht: Zu keinem Zeitpunkt des Spiels dachte dieses Team daran, sich zu ergeben.

Vozinhas große Bühne

Natürlich stand Messi diesmal wieder von Beginn an auf dem Rasen, anders als beim abschließenden Gruppenspiel. Für die Spieler von Kap Verde war allein das schon ein Moment der Erfüllung – Torhüter Vozinha hatte sich vor dem Turnier öffentlich ein Duell mit dem achtmaligen Weltfußballer gewünscht, war gegen Spanien in 90 Minuten zum WM-Star geworden und lieferte nun im größten Spiel der kapverdischen Geschichte erneut eine außergewöhnliche Vorstellung ab.

Argentinien, das mit drei Siegen – darunter auch gegen Österreich – makellos durch die Vorrunde marschiert war, dominierte zunächst nach Belieben. Das Spiel lief über Messi, die Mannschaft tastete sich behutsam vor. Ein erster Abschluss des 39-Jährigen strich in der 15. Minute knapp am Tor vorbei, ein Freistoß kurz darauf bereitete Vozinha keine Probleme.

Dann zeigte Messi, warum er noch immer der Maßstab ist: Mit dem ersten Kontakt nahm er einen weiten Ball sehenswert mit, mit dem zweiten schob er zur Führung ein. Argentinien hatte sich den Außenseiter, der in der Gruppenphase zweimal zu null gespielt hatte, zurechtgelegt.

Kontrolle verloren

Nach der Pause agierten die Kapverdier befreiter und druckvoller. Duarte prüfte Keeper Emiliano Martinez in der 54. Minute erstmals ernsthaft – der hielt sicher. Wenig später war er beim nicht unverdienten Ausgleich machtlos.

Messi verpasste im 100. Spiel unter Nationaltrainer Lionel Scaloni gleich zweimal die Chance zur erneuten Führung, Vozinha reagierte in der 63. und 73. Minute jeweils glänzend. Der Rhythmus des ersten Durchgangs war verloren, die Leichtigkeit weg.

Auch der zweite Führungstreffer brachte keine Ruhe: Nach Messis Ecke und dem folgenden Eigentor entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Kap Verde kämpfte bis zur letzten Sekunde.

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KO KOSMO-Redaktion
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