Die Niederlage saß tief – und das war Lionel Scaloni deutlich anzusehen. Der argentinische Nationaltrainer brach seine Pressekonferenz nach dem WM-Finale gegen Spanien unter Tränen ab. „Es ist sehr schmerzhaft, es tut mir sehr leid“, sagte der 48-Jährige, die Stimme brach, und verließ die Bühne. Argentinische Journalisten begleiteten seinen Abgang mit aufmunterndem Applaus.
Scalonis Tränen
Dabei hatte Scaloni kurz zuvor noch versucht, Fassung zu bewahren. Nach dem 0:1 nach Verlängerung am 19. Juli 2026 in East Rutherford und dem verpassten zweiten WM-Titel hatte er bereits einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Ferran Torres hatte in der 106. Minute das entscheidende Tor für Spanien erzielt. „Ich habe mir schon in der Kabine die Augen ausgeweint, deswegen weine ich jetzt nicht“, sagte der Coach – um wenig später doch wieder von seinen Emotionen überwältigt zu werden.
Trotz des bitteren Endes fand Scaloni lobende Worte für sein Team rund um Superstar Lionel Messi. „Es ist ein großartiges Team. Ich hoffe, dass zukünftige Generationen davon beeinflusst werden.“ Die Frage nach einem möglichen Rücktritt des 39-jährigen Kapitäns aus der Nationalmannschaft ließ der Trainer offen – er habe noch kein Gespräch mit Messi geführt.
Scalonis Zukunft
Auch über seine eigene Zukunft wollte Scaloni zunächst nicht sprechen. Zuletzt hatten Berichte die Runde gemacht, wonach sich der Weltmeistertrainer von 2022 mit dem Verband auf eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags bis 2030 geeinigt haben soll. Er werde das Gespräch mit dem Verbandspräsidenten suchen. „Ich bin ihm dankbar, dass ich hier an dieser Stelle sein darf“, sagte Scaloni – und weinte.