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Traditionsbetrieb

Kult-Bäckerei ist pleite!

Kult-Bäckerei ist pleite!
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2 Min. Lesezeit |

Energiekosten und teure Rohstoffe zwingen die 75-jährige Traditionsbäckerei Leifert in die Knie. Der Familienbetrieb mit 220 Mitarbeitern kämpft nun in Eigenverwaltung ums Überleben.

Die traditionsreiche Bäckerei Leifert aus Gifhorn (Niedersachsen) hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Der 1950 gegründete Familienbetrieb betreibt aktuell rund 40 Filialen und beschäftigt etwa 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch das gewählte Verfahren behält die Geschäftsführung weiterhin die Kontrolle über das Unternehmen, wird dabei jedoch von einem vorläufigen Sachwalter begleitet. Für die Belegschaft besteht vorerst keine akute Gefahr für die Arbeitsplätze, da die Gehälter durch das Insolvenzgeld für die kommenden Monate abgesichert sind. Die Verkaufsstellen bleiben geöffnet, sodass Kunden das gewohnte Sortiment an Backwaren und Snacks weiterhin erwerben können.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Bäckerei spiegeln die Probleme vieler Handwerksbetriebe wider. Besonders die drastisch angestiegenen Energiekosten sowie die deutliche Verteuerung von Grundzutaten wie Mehl, Butter und Zucker haben die Rentabilität des Unternehmens erheblich belastet. Erschwerend kommen die allgemeine Wirtschaftsflaute und die zurückhaltende Konsumneigung der Verbraucher hinzu.

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Traditionsunternehmen schrumpft

Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen war jahrzehntelang eine feste Institution für Backwaren in Gifhorn und der umliegenden Region. Die Entwicklung zeigt jedoch einen deutlichen Rückgang: Während Leifert vor einigen Jahren noch über 50 Standorte betrieb, ist die Zahl mittlerweile auf etwa 40 Filialen gesunken. Die verbliebenen Standorte befinden sich hauptsächlich in Gifhorn, Wolfsburg, Braunschweig und Hannover.

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Restrukturierungsplan folgt

Die Insolvenzanmeldung bedeutet nicht zwangsläufig das Ende des Traditionsbetriebs. Das Unternehmen plant, die Phase der Eigenverwaltung für eine umfassende Restrukturierung zu nutzen. Ziel ist es, organisatorische Abläufe zu optimieren, Ausgaben zu reduzieren und das Geschäftsmodell zukunftsfähig zu gestalten. Der Erfolg dieser Bemühungen hängt massgeblich von der Kooperationsbereitschaft der Gläubiger sowie dem anhaltenden Vertrauen der Kundschaft ab.

Insolvenzen sind nicht nur in Österreich ein regelmässiges wirtschaftliches Phänomen, sondern treten ebenso in Deutschland auf.

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KO KOSMO-Redaktion
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