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Staatsbesuch

Meinl-Reisinger in Zagreb: Pipeline-Zoff mit Ungarn eskaliert

Meinl-Reisinger in Zagreb: Pipeline-Zoff mit Ungarn eskaliert
FOTO: EPA/ROBERT GHEMENT
2 Min. Lesezeit |

Energie, Erweiterung und ein handfester Pipeline-Streit: Außenministerin Meinl-Reisinger reist mit vollem Programm nach Zagreb.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) reist am Donnerstag nach Zagreb, wo sie mit ihrem kroatischen Amtskollegen Gordan Grlic Radman zusammentreffen wird. Auf der Agenda stehen EU-Erweiterungsfragen, Energiepolitik, bilaterale Themen sowie aktuelle europäische Angelegenheiten. Besonderes Gewicht erhält der Besuch beim kroatischen Pipeline-Betreiber JANAF – rund um die Adria-Ölleitung, die als mögliche Alternative zur Druschba-Pipeline gehandelt wird, ist zuletzt ein offener Konflikt zwischen Kroatien und Ungarn entbrannt.

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Streit um Öltransport

Auslöser des Konflikts war der Ausfall der durch Kriegsschäden beeinträchtigten Druschba-Pipeline in der Ukraine. Daraufhin drängten Ungarn und die Slowakei den kroatischen Betreiber JANAF dazu, russisches Öl auf dem Seeweg zu transportieren. Kroatien signalisierte grundsätzliche Hilfsbereitschaft, doch JANAF – das Unternehmen befindet sich mehrheitlich in kroatischem Staatsbesitz – verweigert den Transport russischen Rohöls durch die Adria-Pipeline und beruft sich dabei auf geltende EU- und US-Sanktionen.

Der ungarische Mineralölkonzern MOL hat den Fall inzwischen vor die EU-Kommission gebracht. Parallel dazu schwelt ein weiterer Streitpunkt über die Höhe der Transportgebühren.

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EU-Erweiterung

Sowohl Kroatien als auch Österreich sind Mitglieder der Gruppe „Freunde des Westbalkans“, die sich für eine zügige EU-Integration der sechs Westbalkanstaaten einsetzt. Derzeit führt die Europäische Union Beitrittsgespräche mit insgesamt neun offiziellen Kandidatenländern, die sich in sehr unterschiedlichen Verhandlungsphasen befinden. Neben den Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien zählen auch Georgien, die Republik Moldau, die Türkei und die Ukraine dazu.

Als am weitesten in ihrer Annäherung an die EU gelten Montenegro und Albanien.

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KO KOSMO-Redaktion
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