Dzeko ist zurück, die Zmajevi sind bereit – heute Abend beginnt für Bosnien-Herzegowina das größte Spiel seit Jahren.
Heute Abend um 21 Uhr eröffnen die Zmajevi ihren WM-Auftritt gegen Kanada – und kaum ein Spiel der jüngeren Vergangenheit hat für Bosnien-Herzegowina eine vergleichbare Bedeutung. Ein starkes Ergebnis gegen die Kanadier würde die Mannschaft von Teamchef Sergej Barbarez unmittelbar in den Kampf um das Achtelfinale bringen. An der Grundstruktur jenes Teams, das die Qualifikation für das größte Fußballturnier der Welt erfolgreich bestritten hat, wird Barbarez aller Voraussicht nach nichts Wesentliches verändern.
Dzekos Rückkehr
Die mit Abstand wichtigste Personalie für die Fans der Zmajevi: Edin Dzeko kehrt in die Startelf zurück. Der Kapitän hatte verletzungsbedingt einen Teil der Vorbereitungspartien verpasst, steht nun aber wieder vollständig zur Verfügung. „Edin wird bei uns sein, er ist da und bereit“, stellte Barbarez klar. Der Teamchef dürfte seinem bewährten 4-4-2-System treu bleiben – mit Dzeko als Anker und Führungsspieler in der Offensive.
Offene Mittelfeldplätze
Zwischen den Pfosten ist Nikola Vasilj gesetzt. Die Viererkette dahinter bilden Amar Dedic, Nikola Katic, Tarik Muharemovic und Sead Kolasinac – genau jenes Quartett, das bereits während der Qualifikation und in den Testspielen die defensive Stabilität garantierte. Die größten Fragezeichen stehen im Mittelfeld. Im Zentrum zeichnen sich Ivan Basic und Benjamin Tahirovic als wahrscheinlichste Startelf-Kandidaten ab, auf den Außenbahnen sollen Amar Memic und Esmir Bajraktarevic zum Einsatz kommen. Da Barbarez in der Vorbereitung jedoch häufig rotierte, ist ein Startelfeinsatz von Armin Gigovic oder Kerim Alajbegovic nicht vollständig auszuschließen.
Die voraussichtliche Aufstellung von Bosnien-Herzegowina gegen Kanada: Vasilj – Dedić, Katić, Muharemović, Kolašinac – Memić, Bašić, Tahirović, Bajraktarević – Demirović, Baždar. Džeko steht nach überstandenen Schulterproblemen wieder zur Verfügung, ein Startelfeinsatz des Kapitäns ist jedoch nicht völlig gesichert.