Österreichs Jugendliche sind europäische Vorreiter, wenn es um den Einstieg ins Arbeitsleben geht. Mit einem durchschnittlichen Arbeitsbeginn von 18,9 Jahren starten sie deutlich früher als ihre Altersgenossen in anderen EU-Ländern.
Österreichs Jugendliche sind europäische Vorreiter, wenn es um den Einstieg ins Arbeitsleben geht. Mit einem durchschnittlichen Arbeitsbeginn von 18,9 Jahren starten sie deutlich früher als ihre Altersgenossen in anderen EU-Ländern. Das Momentum Institut, ein arbeitnehmernahe Forschungseinrichtung, untermauert diese Aussage mit aktuellen Zahlen der EU-Kommission.
Zwei Jahre früher
„Diejenigen, die zwischen 1974 und 1988 geboren wurden, haben im Schnitt mit 18,9 Jahren zu arbeiten begonnen“, erklärt das Momentum Institut. Damit starten die Österreicher zwei Jahre früher ins Berufsleben als der europäische Durchschnitt. Besonders auffällig ist der Vergleich mit Italien, wo der Arbeitsbeginn erst mit durchschnittlich 22,9 Jahren erfolgt.
Auch im Vergleich innerhalb der Altersgruppen zeigt sich ein ähnliches Bild. Die 35-49-Jährigen in Österreich haben ebenfalls im Durchschnitt mit 18,9 Jahren angefangen zu arbeiten. Immer wieder hört man die Forderung, dass Arbeitnehmer in Österreich länger als bis 65 Jahre arbeiten sollen. Derweil beginnen sie ohnehin schon zwei Jahre früher zu arbeiten als Europäer im Durchschnitt und vier Jahre früher als Italiener“, argumentiert das Momentum Institut.
EU-Schnitt
Oliver Picek, Chefökonom am Momentum Institut, führt in seiner Analyse weiter aus: „Die älteste Generation (65-79-Jährige) fing in Österreich mit 17,4 Jahren mit dem ersten Job an. Damals starteten nur die Beschäftigten in Portugal (16,6) und in Irland (17,3) noch früher ins Berufsleben.“ Im EU-Schnitt nahm die ältere Generation die Arbeit erstmals mit 19,2 Jahren auf, wobei die Niederländer mit 22,3 Jahren am spätesten starteten.
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Trotz des frühen Arbeitsbeginns in Österreich hat sich der Einstieg ins Arbeitsleben in den letzten Jahrzehnten leicht nach hinten verschoben. „Damit hat sich der Einstieg ins Arbeitsleben in den vergangenen Jahrzehnten um knapp eineinhalb Jahre nach hinten verschoben“, so Picek. Dennoch bleibt Österreich im europäischen Vergleich weiterhin Spitzenreiter bei der frühzeitigen Integration junger Menschen ins Berufsleben. Ein späteres gesetzliches Pensionsantrittsalter hält das Momentum Institut daher für nicht notwendig.