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Pharmaindustrie

Österreichs Apotheken stocken Medikamente für Herbst auf

Österreichs Apotheken stocken Medikamente für Herbst auf
(FOTO: iStock/cristianoalessandro)
2 Min. Lesezeit |

Die pharmazeutische Industrie in Österreich wird voraussichtlich besser auf die kommende Erkältungssaison vorbereitet sein als im vergangenen Jahr. Dies geht aus einem Interview der APA mit dem neuen Präsidenten des Verbands der pharmazeutischen Industrie (Pharmig), Ingo Raimon, hervor.

Ingo Raimon, der neue Präsident von Pharmig, gab bekannt, dass an einer Bevorratungsliste gearbeitet wird. Diese konzentriert sich auf Medikamente, die zur Bewältigung einer Infektionswelle notwendig wären. Trotz dieser positiven Entwicklung deutete Raimon auf die bestehenden systemischen Herausforderungen hin.

Lieferengpässe

Raimon wies darauf hin, dass es immer noch Aspekte gibt, die die Branche nicht kontrollieren kann, insbesondere, wenn es um die Preispolitik geht. „Das wird natürlich das Thema Lieferengpässe beeinflussen und das ist nichts, was in unserer Macht liegt als Industrie“, betonte der Pharmig-Präsident im Gespräch mit der APA. Nach seiner Meinung haben einige Länder bereits Maßnahmen ergriffen, aber die Auswirkungen sind noch unklar.

Preispolitik der Pharmaindustrie

Raimon bemängelte die Preisgestaltung für Medikamente, indem er darauf hinwies: „Die Preise in Österreich für Arzneimittel sind billiger als viele glauben.“ Er betonte, dass das Thema der Lieferengpässe eng mit dem Preisniveau im Land verknüpft ist. „Das Thema Lieferengpässe kann nicht entkoppelt werden vom Preisniveau im Land“, warnte er.

Raimon stellte auch klar, dass die Pharmaindustrie ein stark regulierter Markt ist. Er betonte, dass die Industrie innerhalb der von verschiedenen Institutionen festgelegten Richtlinien operieren muss und nur vor bestimmten Maßnahmen warnen kann, die zu weiterer Destabilisierung führen könnten.

Preisabschläge

Mit Blick auf die Preisgestaltung für neue Medikamente kritisierte Raimon den österreichischen Ansatz, der massive Preisabschläge für Medikamente verlangt, die nach den ersten Neuheiten auf den Markt kommen. „Das ist natürlich kein besonders schönes Signal, das man aus dem Land sendet“, kritisierte er.

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Abschließend warnte Raimon vor der neuen Pharma-Gesetzgebung der EU, die die Schutzfristen für das geistige Eigentum und Daten verkürzen soll. „Die bisherige Zehn-Jahres-Frist als Schutz für das geistige Eigentum und für Daten und Erkenntnisgewinne hat sehr geholfen, Investitionen nach Europa zu holen oder in Europa zu halten“, betonte Raimon. Er äußerte die Besorgnis, dass eine Kürzung der Schutzfrist Europa in einer geopolitisch wettbewerbsorientierten Welt schwächen könnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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