Der Iran-Krieg trifft Österreichs Wirtschaft härter als erwartet – zwei führende Institute korrigieren ihre Prognosen deutlich nach unten.
Neue Berechnungen von WIFO und IHS geben Anlass zur Sorge. Zwar legte das reale Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent zu, und grundsätzlich gehen beide Institute davon aus, dass sich die österreichische Volkswirtschaft nach den Rezessionsjahren 2023 und 2024 schrittweise erholen wird. Dennoch haben die Forscher ihre Wachstumserwartungen für 2026 nun spürbar nach unten revidiert – die Erholung dürfte deutlich schleppender verlaufen als bislang angenommen.
Iran-Krieg als Bremse
Als zentralen Grund nennen die Wissenschaftler den Iran-Krieg und die damit einhergehenden, massiv gestiegenen Energiepreise. Der Ausbruch des Konflikts habe die Unsicherheit erheblich verstärkt und schlage sich merklich in den Konjunkturaussichten nieder, so das IHS. Auch das WIFO kommt zu einem ähnlichen Befund: Der Iran-Krieg stelle eine ernsthafte Gefahr für die wirtschaftliche Erholung dar.
Revidierte Prognosen
Noch im Dezember hatte das IHS ein Wachstum von 1,0 Prozent prognostiziert, das WIFO war mit 1,2 Prozent sogar noch optimistischer. Diese Einschätzungen wurden nun korrigiert, wie der ORF berichtet. Das WIFO geht nunmehr nur noch von einem Wachstum von 0,9 Prozent aus, das IHS rechnet lediglich mit einem Plus von 0,5 Prozent.
Bei der Inflation werden Werte von 2,7 beziehungsweise 2,9 Prozent erwartet – womit Österreich weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank liegt.