Teheran rüstet auf – und greift dabei auf eine Altersgruppe zurück, die international für Entsetzen sorgt.
Gut einen Monat nach Ausbruch des Iran-Kriegs hat das Regime in Teheran das Mindestalter für den freiwilligen Sicherheitsdienst auf zwölf Jahre gesenkt. Die entsprechende Ankündigung machte Rahim Nadali, ein Vertreter der Revolutionsgarden, am Donnerstag in einer Fernsehsendung des staatlichen iranischen Rundfunks. Demnach können Jugendliche ab diesem Alter künftig in der Hauptstadt als Freiwillige eingesetzt werden.
Nadali sprach dabei von einer „sehr großen Anzahl von Freiwilligen“ unter der Jugend, die zur „Widerstandsfront gegen den großen Tyrannen“ beitragen wollten – eine in der Rhetorik des Regimes gebräuchliche Umschreibung für die Vereinigten Staaten.
Teherans Sicherheitsaufgebot
Die Maßnahme steht in direktem Zusammenhang mit dem seit Kriegsbeginn erheblich ausgeweiteten Sicherheitsaufgebot in Teheran. Die Behörden haben dort zahlreiche Kontrollposten eingerichtet, die vorrangig dem Ziel dienen, mögliche Proteste gegen die Islamische Republik frühzeitig zu unterbinden.
Durchgeführt werden diese Kontrollen überwiegend von den sogenannten Bassidsch-Milizen – einer paramilitärischen Freiwilligentruppe, die landesweit schätzungsweise 600.000 Mitglieder umfasst und als verlängerter Arm der Revolutionsgarden gilt.
Die Aufgaben der jugendlichen Freiwilligen sollen das Sammeln sicherheitsrelevanter Informationen sowie die Teilnahme an Patrouillen umfassen.
Der Iran befindet sich seit dem 28. Februar 2026 im Kriegszustand mit den USA und Israel.