In Bosnien und Herzegowina, insbesondere in den Regionen Bijeljina, Lopara und Ugljevika, wurden bereits 78 Brennpunkte der Afrikanischen Schweinepest festgestellt. Diese erschreckende Entdeckung hat dazu geführt, dass mehr als 3.300 Schweine zur Verhinderung weiterer Ausbrüche getötet wurden.
Um dem Problem entgegenzuwirken und die Situation unter Kontrolle zu bringen, wurde kürzlich der Ausnahmezustand in Bijeljina ausgerufen. Darüber hinaus wurden 28 Desinfektionssperren errichtet.
Für Milan Novitovic, den Direktor der Republikanischen Zivilschutzverwaltung, ist die Bekämpfung dieser Pest von oberster Priorität. „Wir haben die Bemühungen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest in Bijeljina intensiviert. Neben dem Zivilschutz haben wir weitere sechs Inspektoren eingestellt und zwei speziell ausgestattete Fahrzeuge für die Entsorgung toter Tiere bereitgestellt“, erklärte er in einer kürzlichen Ausgabe des Morgendienstprogramms des RTRS.
Er geht davon aus, dass die gestrigen Besprechungen einen positiven Einfluss auf die laufenden Bemühungen haben werden. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich schnell aus, daher haben wir die Zahl unserer Inspektoren erhöht. Pro Tag nehmen wir 450 Proben“, fügte Novitovic hinzu. Er hob hervor, dass Bijeljina nun Standorte hat, um tote Tiere sicher zu entsorgen.
Novitovic stellte allerdings klar, dass die Zahl der Mitarbeiter, die sich um den Transport der toten Tiere kümmern, eine Herausforderung darstellt. Er bestand darauf, dass eine verantwortungsvolle Haltung der Bürger in dieser Situation von größter Bedeutung sei.
Ihm zufolge sind die ergriffenen Maßnahmen zwar gut, jedoch müssen sie schneller umgesetzt werden. „Das Hauptproblem ist die Geschwindigkeit ihrer Durchführung“, fasste er es zusammen.