Ein Übernachtungsbesuch endet mit einem Verdacht, der eine ganze Schulgemeinde erschüttert – im Zentrum: ein Lehrer.
In Kärnten steht ein Lehrer im Verdacht, die elfjährige Freundin seiner Tochter in der gemeinsamen Wohnung sexuell missbraucht zu haben. Der Vorfall soll sich während eines Übernachtungsbesuchs des Mädchens ereignet haben. Dem Verdacht zufolge schlich sich der Mann nachts in das Kinderzimmer und missbrauchte die Elfjährige, die sich schlafend stellte.
Das Mädchen wandte sich im Anschluss an eine Lehrerin, die daraufhin sowohl die Polizei als auch das Jugendamt einschaltete. Das geht aus Angaben von Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, laut der „Kleinen Zeitung“ hervor. Der Beschuldigte, der bis dahin als enger Vertrauter der Familie des Mädchens galt, konnte bislang nicht befragt werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Freistellung & Schuljahresende
Vergangene Woche unterrichtete die Staatsanwaltschaft auch die Bildungsdirektion Kärnten über die gegen den Lehrer erhobenen Vorwürfe. Noch am selben Tag wurde er vom Unterricht freigestellt. Bildungsdirektorin Isabella Penz erklärte gegenüber der „Kleinen Zeitung“, dass eine Weiterbestellung des Lehrers aufgrund seines zweiten Dienstjahres nicht erfolge und das Dienstverhältnis mit Ende des Schuljahres auslaufe.
Um Schülerinnen und Schüler in dieser Situation zu begleiten, suchte die Schulpsychologie die Klassen auf, in denen der Lehrer unterrichtet hatte. Den Kindern wurde das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Schulpsychologie vorgestellt, und sie wurden dazu ermutigt, dieses bei Bedarf in Anspruch zu nehmen, wie Penz weiter mitteilte.