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Festnahme

Spar nimmt Hipp-Gläschen wieder ins Sortiment auf – bis auf eine Sorte

Spar nimmt Hipp-Gläschen wieder ins Sortiment auf – bis auf eine Sorte
FOTO: SPAR/Elephants 5/HiPP
2 Min. Lesezeit |

Rattengift in Babykost, ein Festgenommener – und zentrale Fragen, die ein Gutachten erst noch beantworten muss.

In Salzburg wurde ein 39-jähriger Mann im Zusammenhang mit dem Erpressungsfall gegen den Babynahrungshersteller Hipp festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Die Behörden ermitteln gegen ihn wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung sowie versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung. Der Beschuldigte weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück, die Ermittlungen laufen derweil mit Hochdruck weiter.

Vergiftete Gläschen

Mitte April hatte der Handelskonzern Spar sämtliche Babykostgläschen von Hipp aus dem österreichischen Sortiment genommen, nachdem bekannt geworden war, dass manipulierte Produkte im Umlauf sein könnten. In einem Gläschen, das in einem Spar-Markt in Eisenstadt erworben worden war, wurde tatsächlich Rattengift nachgewiesen. Die Polizei suchte im Burgenland zudem nach einem weiteren Glas, das ebenfalls mit Gift versetzt sein könnte.

Inzwischen hat Spar die Hipp-Produkte wieder in seine Regale aufgenommen – mit einer Ausnahme: Die gesamte Serie der Sorte „Karotten und Kartoffeln“ bleibt aus dem Handel, da der Erpresser nach bisherigen Erkenntnissen fünf Gläser dieser Produktlinie mit Rattengift präpariert haben soll. Diese Serie wird vollständig vernichtet. Im Burgenland wird das gesamte Hipp-Sortiment in den Filialen komplett ausgetauscht.

Schaden ungeklärt

Wie hoch der wirtschaftliche Schaden für das Unternehmen Hipp ausfällt, ist bislang nicht beziffert. Ungeklärt ist bisher auch, welche gesundheitlichen Folgen der Verzehr des vergifteten Produkts für ein Kleinkind gehabt hätte. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich die nachgewiesene Giftmenge auf den Körper eines Babys ausgewirkt hätte und ob sie tödlich hätte wirken können.

Dazu muss zunächst ein toxikologisches Gutachten über die Konzentration der Substanz in dem sichergestellten Gläschen abgewartet werden.