Volle Tanks, leere Geldbörsen: Kärntner Autofahrer spüren den Nahost-Konflikt direkt an der Zapfsäule – und suchen Alternativen.
Der jüngste Konflikt im Nahen Osten hinterlässt seine Spuren auch an österreichischen Zapfsäulen – die Kraftstoffpreise sind in den vergangenen Tagen spürbar in die Höhe geklettert. Aktuelle Daten des ÖAMTC-Spritpreisvergleichs zeigen, dass Autofahrer in Kärnten am Donnerstagvormittag für einen Liter Superbenzin rund 1,649 Euro bezahlen mussten, während Diesel sogar mit etwa 1,749 Euro pro Liter zu Buche schlug.
Die merklichen Preisunterschiede zur Nachbarregion bleiben vielen Kärntnerinnen und Kärntnern nicht verborgen. Zunehmend weichen Autofahrer auf slowenische Tankstellen aus – erste Berichte über lange Warteschlangen diesseits der Grenze scheinen diesen Trend zu untermauern.
Günstigere Preise
Nur wenige Kilometer südlich der Grenze bietet sich ein deutlich anderes Bild. In Slowenien liegt der Preis für Benzin mit 95 Oktan derzeit bei 1,436 Euro je Liter, Diesel ist für rund 1,465 Euro erhältlich.
Möglich macht dies ein staatliches Preisregulierungssystem, das die slowenische Regierung bereits im Jahr 2022 eingeführt hat, wie das Portal 5 Minuten berichtet. Ziel der Regelung war es, die Treibstoffkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher auf einem stabilen und möglichst niedrigen Niveau zu halten.
Die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl werden in diesem Rahmen alle zwei Wochen neu berechnet – auf Grundlage der aktuellen Weltmarktentwicklungen sowie des Wechselkursverhältnisses zwischen Euro und Dollar. Die zuletzt gültige Preisfestlegung datiert vom 24. Februar – und damit noch vor der jüngsten Eskalation im Nahen Osten.
Bis zum 9. März bleiben die Preise in Slowenien daher vorerst auf diesem vergleichsweise günstigen Stand.