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Preisschock

Teuerungswelle rollt weiter – AK fordert Preiskontrolle

Teuerungswelle rollt weiter – AK fordert Preiskontrolle
FOTO: iStock/Minerva Studio
2 Min. Lesezeit |

Während der Handel Preisberuhigung signalisiert, schlägt die AK Alarm: Günstige Lebensmittel verteuerten sich um 8,2 Prozent. Bei manchen Produkten explodieren die Preise regelrecht.

Die Arbeiterkammer widerspricht entschieden dem Selbstbild des Lebensmittelhandels und präsentiert alarmierende Zahlen zur Preisentwicklung. Laut einer aktuellen Erhebung der AK verteuerten sich die preisgünstigsten Lebensmittel im September um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Für einen Warenkorb mit 40 günstigen Lebensmitteln und ausgewählten Reinigungsprodukten müssen Konsumenten derzeit rund 82 Euro ausgeben – ein deutlicher Anstieg gegenüber den knapp 76 Euro im Vorjahreszeitraum.

Die AK-Zahlen liegen damit über der offiziellen Inflationsrate für Nahrungsmittel, die Statistik Austria für September mit 6,7 Prozent ausweist. Der Unterschied erklärt sich durch die spezielle AK-Methodik: Die Arbeiterkammer erhebt die jeweils billigsten Produkte in sieben Wiener Supermärkten und Diskontern und erfasst dabei in jeweils drei Filialen die niedrigsten Grundpreise für 40 ausgewählte Lebens- und Reinigungsmittel.

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Drastische Preissteigerungen

Bemerkenswert bleibt die Preisdifferenz zwischen klassischen Supermärkten und Diskontanbietern. Die Erhebung zeigt, dass Supermärkte durchschnittlich 7,8 Prozent höhere Preise als Diskonter verlangen. „Die Preise gehen durch die Decke, da bleibt einem der Bissen im Hals stecken“, kommentierten die Arbeitnehmervertreter am Dienstag die Situation.

Besonders drastisch fielen die Preissteigerungen bei einzelnen Produkten aus: Bohnenkaffee verteuerte sich im Jahresvergleich um 57 Prozent, Tafelessig um 41 Prozent und Orangensaft um 36 Prozent. Auch Vollmilchschokolade (plus 23 Prozent), Vollmilch (plus 8 Prozent) und Tomaten (plus 7 Prozent) wurden spürbar teurer. Vereinzelt gab es jedoch auch Preisrückgänge – Duschgel kostete im September 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die extremen Preissteigerungen bei bestimmten Produkten haben zum Teil globale Ursachen: Bei Kaffee und Orangensaft haben sich die internationalen Rohstoffpreise seit 2021 mehr als verdoppelt, was sich direkt auf die Endverbraucherpreise auswirkt.

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Handelsverband weist Kritik zurück

Der Handelsverband weist die AK-Kritik entschieden zurück und betont, dass die Preissteigerungen vor allem auf gestiegene Rohstoff-, Energie- und Transportkosten zurückzuführen seien. Die Handelsketten sehen sich als Opfer der internationalen Preisentwicklung, nicht als Verursacher überhöhter Margen.

Die Arbeitnehmervertreter ziehen aus ihrer Analyse eine klare Schlussfolgerung: „Es braucht vor allem eine Anti-Teuerungskommission, die Preissteigerungen entlang der Wertschöpfungskette analysieren und Maßnahmen gegen ungerechtfertigte Preissteigerungen vorlegen kann.“

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KO KOSMO-Redaktion
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