In Naarn in Oberösterreich ereignete sich am Montagmorgen ein Vorfall, der die Gemeinde in tiefe Bestürzung versetzte. Ein American Staffordshire Terrier namens „Elmo“ griff eine joggende Nachbarin an und verletzte sie so schwer, dass sie noch am Tatort verstarb. Noch am selben Abend wurde „Elmo“ eingeschläfert.
Das tragische Ereignis entfaltete sich gegen 9.15 Uhr morgens im Gemeindeteil Sebern. Auf einem Schotterweg kreuzten sich die Wege der 60-jährigen Joggerin und der Besitzerin des Hundes, die erst seit vier Jahren in der Gemeinde lebt. Sie führt ein ruhiges Leben mit ihrer Ehefrau, zwei weiteren Hunden und einem einjährigen Kind. Doch an diesem Morgen sollte sich ihr Leben schlagartig verändern.
Elmo“, normalerweise ein friedlicher Hund, verlor plötzlich die Kontrolle und griff die Joggerin an. Trotz der verzweifelten Versuche der Besitzerin, ihren Hund zurückzuhalten, konnte sie das Unheil nicht verhindern. Sie selbst erlitt dabei mehrere Bisswunden.
Zukunft der Zucht fraglich
Die Besitzerin und ihre Partnerin sind leidenschaftliche Züchterinnen von American Staffordshire Terriern. „Elmo“ war ein Teil ihrer geliebten Zucht. Erst kürzlich verkündeten sie stolz auf Facebook die Geburt des C-Wurfs, bestehend aus sieben Welpen. Doch nun steht die Zukunft ihrer Zucht auf dem Spiel.
Nach dem tragischen Vorfall äußerte sich eine Angehörige der Besitzerin: „Wir werden ihn einschläfern lassen.“ Diese Entscheidung erfolgte noch am selben Tag. Der Bürgermeister von Naarn, Martin Gaisberger, stellte klar: „Der Hund weg muss.“
Die Diskussion um die Haltung und Zucht von potenziell gefährlichen Hunderassen wird durch diesen Vorfall erneut angefacht.
