Ein junger Serbe, frisch verlobt und mit Hochzeitsplänen für den Sommer – sein Leben endete tragisch in der Wiener Donau.
Ein junger Mann aus Serbien ist am Montag, dem 25. Mai, in der Donau in Wien ertrunken. Luka Milenkovic, 28 Jahre alt und gebürtig aus dem Dorf Donje Crnatovo bei Zitoradja, kam dabei ums Leben. Die Wiener Polizei hat ihre Ermittlungen inzwischen abgeschlossen und den Leichnam der Familie übergeben. Die Obduktionsergebnisse stehen jedoch noch aus.
Lukas Cousin Aleksandar Milenkovic wandte sich mit erschütternden Worten an die Öffentlichkeit. „Wir warten auf die Ergebnisse der Obduktion. Luka werden wir am Samstag, dem 30. Mai, auf dem Dorffriedhof begraben. Ich weiß nicht, was ich sagen soll – mein Vater hat keine Kraft mehr zu reden. Luka war für mich wie ein dritter leiblicher Bruder“, sagte er.
Guter Schwimmer
Was die Familie besonders quält: Luka galt als guter Schwimmer. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist für die Angehörigen bis heute unbegreiflich. „Ich habe Aufnahmen davon – sie sind schrecklich“, berichtete Aleksandar. An jenem Tag war Luka mit Freunden unterwegs.
Seit zwei Jahren lebte der junge Mann in Wien, wo er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Milan in einem Restaurant arbeitete, das dieser eröffnet hatte. Erst kürzlich hatte er sich in Spanien verlobt und die Hochzeit für diesen Sommer geplant.
Letzte Warnung ignoriert
Aleksandar schilderte auch, dass er Luka an jenem Morgen noch gesehen und ihn gebeten hatte, zu Hause zu bleiben. Er solle sich ausruhen, sie hätten viel Arbeit. Doch Luka hörte nicht auf ihn. Wenige Stunden später erreichte die Familie die Todesnachricht.
Luka Milenkovic wuchs nach dem frühen Tod seines Vaters bei seinem Onkel auf, der ihm zur Vaterfigur wurde. „Mein Vater ist derzeit in einem sehr schlechten Zustand und kann nicht sprechen“, sagte Aleksandar.