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Gerechtigkeit

Zwei tote Babys im Garten vergraben – Justiz fordert schärfere Strafe

Zwei tote Babys im Garten vergraben – Justiz fordert schärfere Strafe
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Zwei tote Babys, ein drittes Kind in Gefahr – jetzt kämpft die Staatsanwaltschaft für ein härteres Urteil gegen die Eltern.

Die Staatsanwaltschaft Varaždin, in Kroatien, hat Berufung gegen das Ersturteil im Fall eines Elternpaares eingelegt, das wegen schwerer Verletzung von Kinderrechten mit Todesfolge verurteilt wurde. Die Anklagebehörde hält die verhängten Strafen für nicht ausreichend und fordert ein schärferes Strafmaß.

Das Bezirksgericht Varaždin hatte den 40-jährigen Vater und die 35-jährige Mutter im Juni zu jeweils 17 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, die Strafe stehe in keinem angemessenen Verhältnis zur Schwere der Taten: „Die verhängten Strafen sind der Schwere der begangenen Straftaten nicht angemessen“, heißt es in der Begründung der Berufung.

Nach kroatischem Strafgesetzbuch liegt der Strafrahmen für schwere Verletzung von Kinderrechten mit Todesfolge zwischen drei und fünfzehn Jahren Freiheitsstrafe. Für das dritte, überlebende Kind gilt ein Strafrahmen von einem bis fünf Jahren. Der Sprecher des Bezirksgerichts Varaždin, Richter Igor Pavlic, bestätigte diese gesetzlichen Rahmenbedingungen öffentlich.

Tatzeitraum & Hintergrund

Der Tatzeitraum erstreckt sich von Juli 2020 bis Dezember 2024 und umfasst den Tod von zwei Kindern sowie die schwere Verletzung der Rechte eines dritten Kindes. Aufgedeckt wurde der Fall im Herbst 2024 in Ljubelj Kalnički bei Novi Marof, als die Leichen zweier etwa einjähriger Babys entdeckt wurden. Beide Kinder waren behördlich nicht erfasst.

Innenminister Davor Bozinovic erklärte damals, die Geburten hätten „höchstwahrscheinlich im Haus stattgefunden“. Das Elternpaar wurde im Dezember 2024 festgenommen. Das dritte Kind der Familie wurde vom zuständigen Zentrum für Sozialfürsorge in Obhut genommen.

Isolierte Lebensweise

Die Familie lebte zurückgezogen, die Kinder erhielten weder medizinische Versorgung noch wurden sie amtlich registriert.

Dieser Umstand erschwerte die Ermittlungen erheblich.

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KO KOSMO-Redaktion
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