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Rettungseinsatz

14-jähriger Wiener verliert Hand durch Böller-Explosion

14-jähriger Wiener verliert Hand durch Böller-Explosion
FOTO: iStock/Daniel Sztork
3 Min. Lesezeit |

Während die Silvesternacht für viele ein Fest der Freude war, endete sie für mehrere Wiener im Schockraum. Die Folgen: abgetrennte Gliedmaßen und schwere Verbrennungen.

Dramatische Unfälle

In den letzten Minuten des alten Jahres ereignete sich in einem Park in Wien-Favoriten ein folgenschwerer Unfall. Ein 14-Jähriger verlor seine Hand, als ihm fünf Minuten vor Mitternacht ein Böller beim Hantieren in der Hand explodierte. Einsatzkräfte der Berufsrettung Wien konnten vor Ort lediglich die Blutung mittels eines Tourniquets stoppen. Nach der Verabreichung von Schmerzmitteln wurde der Jugendliche in einen Schockraum transportiert. Bei dem Teenager fanden Polizeibeamte noch weitere pyrotechnische Gegenstände, die umgehend sichergestellt wurden.

Bereits am frühen Abend kam es zu einem ähnlichen Vorfall in Wien-Hietzing. Gegen 17:45 Uhr entdeckte ein 13-Jähriger am Roten Berg einen Böller, den er nach Angaben der Wiener Polizei sofort anzündete. Der Sprengkörper detonierte noch in seiner Hand und riss zwei Fingerkuppen ab. Als die Rettungskräfte eintrafen, lief ihnen der aufgebrachte Teenager bereits entgegen. Nach der Erstversorgung und Schmerzbehandlung vor Ort erfolgte auch sein Transport in einen Schockraum.

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In Wien-Brigittenau traf es einen 22-jährigen Touristen. Der Mann wurde am Friedrich-Engels-Platz kurz vor 23 Uhr schwer verletzt, als ein von ihm gezündeter und geworfener Knallkörper in seiner unmittelbaren Nähe explodierte. Der Urlauber erlitt nach eigenen Angaben schwere Augenverletzungen, Gesichtsverbrennungen sowie Schnittwunden an Wange und linkem Zeigefinger. Zudem klagte er über Hörprobleme. Nach der notfallmedizinischen Versorgung durch die Berufsrettung Wien und der Gabe von Schmerzmitteln wurde er auf die Verbrennungsintensivstation gebracht.

Kurz vor dem Jahreswechsel musste ein Team des Samariterbundes zum Kahlenberg ausrücken. Dort war ein 22-Jähriger von einem Böller getroffen worden und gab an, sogar ein Teil des Sprengkörpers verschluckt zu haben. Der Mann klagte über Übelkeit und brennende Halsschmerzen. Nach der Erstversorgung wurde er mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Rekord an Einsätzen

Die Silvesternacht stellte die Wiener Rettungskräfte vor große Herausforderungen, besonders in den Abend- und Nachtstunden. Zahlreiche Personen mussten wegen Verbrennungen an Händen und im Gesicht, Augenverletzungen oder Gehörproblemen nach Unfällen mit Feuerwerkskörpern versorgt werden.

Die Einsatzzahlen der Wiener Rettungsorganisationen erreichten mit 1135 Alarmierungen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchststand. In der Silvesternacht selbst wurden 993 Einsätze verzeichnet – deutlich mehr als im Vorjahr, als 1013 Einsätze gezählt wurden.

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Polizeiliche Maßnahmen

Auch für die Exekutive bedeutete der Jahreswechsel erheblichen Aufwand. Die Beamten stellten insgesamt 136 Anzeigen und 12 Organmandate nach dem Pyrotechnikgesetz aus. Mehr als 200 Kilogramm Feuerwerkskörper – insgesamt 2342 Stück – wurden sichergestellt. Zusätzlich wurden 14 Anzeigen wegen Sachbeschädigung durch Pyrotechnik erstattet.

Die Bilanz der Silvesternacht ist erschreckend: ein verlorenes Körperteil, abgetrennte Finger und zahlreiche Verbrennungen durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern.

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KO KOSMO-Redaktion
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