Ein Tor, ein VAR-Eingriff – und ein Sturm der Empörung, der bis nach Spanien reicht.
Portugals Fußball-Nationalmannschaft setzte sich im WM-Achtelfinale gegen Kroatien mit 2:1 durch und steht damit im Viertelfinale, wo das Team auf Spanien trifft. Die Partie verlief dramatisch: Kroatien ging in der 53. Minute durch Ivan Perisic in Führung, ehe Cristiano Ronaldo in der 68. Minute per Elfmeter ausglich. Den entscheidenden Treffer für Portugal erzielte Goncalo Ramos in der vierten Minute der Nachspielzeit.
Zwischenzeitlich schien eine Verlängerung unausweichlich, als Josko Gvardiol in der Schlussphase der Nachspielzeit traf. Schiedsrichter Espen Eskas aus Norwegen ließ den Treffer zunächst gelten – doch der VAR griff ein und annullierte das Tor wegen Abseits.
Kroatien reagiert mit scharfer Kritik
Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalić sagte nach dem Spiel, der VAR nehme den Spielern die Emotionen und gehe im Fußball zu weit. Auch Luka Modrić kritisierte die Entscheidung und sagte, der VAR entscheide immer gegen Kroatien.
Spaniens Medien-Reaktion
Die Aufregung rund um die Partie legt sich auch Stunden nach dem Abpfiff nicht. Nun schalten sich auch spanische Medien in die Debatte ein: Die Sportzeitung Mundo Deportivo reagierte mit einem Artikel unter dem Titel „Der größte Diebstahl der Weltmeisterschaft? Kroatien explodiert wegen annulliertem Tor“ und bezeichnete die Begegnung als die kontroverseste des bisherigen Turniers.
„Das Spiel Portugal – Kroatien war ein echter Klassiker und endete mit der größten Kontroverse der Weltmeisterschaft bisher, mit dem Einzug des Teams von Cristiano Ronaldo ins Viertelfinale, wo es auf Spanien trifft“, schreibt Mundo Deportivo. Das Blatt wertet die Entscheidung von Schiedsrichter Eskas in der 103. Spielminute als möglichen „größten Raub des Turniers“ und hält fest, dass Gvardiols Treffer Kroatien in die Verlängerung hätte retten können.